Stans
Auch die Postautohaltestelle beim Kantonsspital Nidwalden wird hindernisfrei

Bald kann man auch beim Kantonsspital ebenerdig ins Postauto einsteigen. Auch sonst wird die Haltestelle aufgewertet.

Matthias Piazza
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Die Postautohaltestelle Kantonsspital (hier dorfauswärts) wird behindertengerecht umgebaut und bekommt einen Personenunterstand.

Die Postautohaltestelle Kantonsspital (hier dorfauswärts) wird behindertengerecht umgebaut und bekommt einen Personenunterstand.

Bild: Matthias Piazza (Stans, 20. April 2021)

Für rund 200'000 Franken baut die Gemeinde Stans die Postautohaltestelle beim Kantonsspital um. Das Trottoir im Einsteigebereich wird auf 22 Zentimeter angehoben, womit der Einstieg in den Bus praktisch ebenerdig möglich ist. Dorfauswärts bekommt die Haltestelle zudem noch einen Personenunterstand. Die Haltestelle dorfeinwärts wird verschoben, damit die Ambulanz besser in die Ennetmooserstrasse einbiegen kann, wenn sie ausrückt.

Die Postautohaltestelle beim Kantonsspital dorfeinwärts. Sie wird verschoben.

Die Postautohaltestelle beim Kantonsspital dorfeinwärts. Sie wird verschoben.

Bild: Urs Hanhart (Stans, 16. April 2021)

Mit dem Kantonsspital baut damit die Gemeinde die fünfte Postautohaltestelle in Stans so um, dass sie den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes entspricht. Dieses schreibt vor, dass grundsätzlich bis Ende 2023 alle Bahnhöfe und Bushaltestellen so umgebaut werden, dass auch Personen im Rollstuhl selbstständig ein- und aussteigen können. Bereits angepasst sind die Stanser Postautostationen Engelbergstrasse und Länderpark, bei «Mettenweg» und «Breiten» sind die Bauarbeiten ebenfalls im Gange. Gemeindepräsident Lukas Arnold spricht beim Kantonsspital von einer der drei stärkst frequentiertesten Bushaltestellen in Stans, zusammen mit «Bahnhof» und «Länderpark». Noch steht der Umbau von sechs Bushaltestellen an, die sich innerorts befinden und damit in der Verantwortung der Gemeinde liegen. Insgesamt investiert die Gemeinde etwa zwei Millionen Franken. Lukas Arnold ist zuversichtlich, dass die Gemeinde fristgerecht sämtliche Umbauten schafft.

Auch «Hansmatt» wird erneuert

Für den behindertengerechten Umbau der Stanser Haltestelle Hansmatt startete die öffentliche Planauflage. Neben der eigentlichen Anpassung der Haltekante wird eine Mittelinsel bei der bestehenden Fussgängerquerung eingebaut und es sind neue Einlaufschächte erforderlich. Zuletzt werden die bestehenden Leitungen saniert sowie die Betonplatte ersetzt. Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf rund 300’000 Franken, die vollumfänglich zu Lasten des Kantons gehen, weil die Haltestelle ausserorts liegt. Die Unterlagen können bis am 21. Mai beim Bauamt der Gemeinde Stans und der Baudirektion Nidwalden eingesehen werden. Anschliessend wird der Regierungsrat über das Ausführungsprojekt befinden. Läuft alles nach Plan, ist der Baubeginn der Arbeiten Anfang August. Diese dauern bis voraussichtlich Ende September 2021. (unp)