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NIDWALDEN: Die Romandie lockt nur mässig

Oberstufenschüler können während ein paar Wochen in der Westschweiz ihr Französisch verbessern, wenn sie denn wollen. Das Kontingent von 30 Schülern pro Jahr wurde nicht ausgeschöpft.
Nid- und Obwaldner Oberstufenschüler dürfen ihr Französisch in der Romandie aufbessern. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Nid- und Obwaldner Oberstufenschüler dürfen ihr Französisch in der Romandie aufbessern. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Der Aufruf ist Programm. Mit «Vas-y. Komm!» sollen die Nidwaldner Oberstufenschüler für ein paar Wochen in die welsche Mentalität eintauchen können. Seit 2012 besteht mit dem französischsprachigen Teil des Kantons Wallis eine offizielle Austauschpartnerschaft. Damit will der Kanton Nidwalden Austauschprojekte für Lehrer und Schüler verlässlich und einfach gestalten.

Jugendliche der dritten Oberstufe besuchen während der Schulzeit individuell während einer bis zwei Wochen die Schule in einer französischsprachigen Gemeinde im Wallis und wohnen dort bei einer Gastfamilie. Geplant ist eine Sprachzusammenarbeit auch mit dem Kanton Jura. Gleichzeitig oder später kommen ebenso viele Schüler nach Nidwalden. Danach folgen weitere Gruppen, bis alle in der Klasse einen Austausch erleben durften.

Doch das Interesse an diesem interkulturellen Austausch und dem Eintauchen in eine andere Kultur und Sprache hält sich in Grenzen. Im aktuellen Schuljahr machen gerade mal 11 von total rund 350 Schülern der dritten Oberstufe in Nidwalden vom Angebot Gebrauch (in Obwalden sind es 16). «Damit haben wir unser Ziel von 10 Prozent klar nicht erreicht», hält Patrick Meier, Leiter des Amtes für Volksschule und Sport Nidwalden, fest. Was der Grund für das geringe Interesse ist, kann er sich nicht erklären. Im Austausch mit anderen Zentralschweizer Kantonen wolle man dem auf den Grund gehen. An der Attraktivität des Angebots dürfte es nicht liegen. Zumal das Programm bis auf die Transportkosten zum Austauschort kostenlos sei und die bisherigen Teilnehmer begeistert zurückgekehrt seien. «Sie sprechen von einer äusserst positiven und lehrreichen Erfahrung. Es braucht Mut, sich in einer fremden Sprache zu verständigen. Aber der Lerneffekt ist umso grösser», meint Patrick Meier. «Wir empfehlen allen Jugendlichen einen solchen Sprachaustausch. Es lohnt sich.»

Patrick Meier zieht denn auch eine positive Zwischenbilanz in qualitativer Hinsicht, weiss auch von anderen Austauschprojekten wie etwa einem eintägigen Klassenaustausch im Frühling 2016. Damals besuchte eine Stanser Klasse auf ihrer Schulreise eine Klasse im Jura und umgekehrt. Im Rahmen des Sprachenkonzeptes, das auf dem regierungsrätlichen Auftrag fusst, das Französisch zu fördern, will man künftig die Schulen verstärkt für einen Sprachaustausch sensibilisieren.

Einzelaustausch braucht auch Mut

«Es braucht Mut, allein in die Westschweiz zu gehen», erklärt sich Margrit Wirz, die Austauschverantwortliche Ob- und Nidwaldens, die schwankende Zahl von Teilnehmern am Einzelaustauschprogramm. Im Schuljahr 2015/16 waren es 22 Nidwaldner und 28 Obwaldner. Als weiteren Grund für das zeitweise geringe Interesse führt sie die verschiedenen weiteren Austauschprogramme ins Feld. «Klassenaustausche oder Schulreisen mit Besuchen von Partnerklassen in der Romandie beispielsweise sind Möglichkeiten, die von den Schulen genutzt werden.»

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