NIDWALDEN: Die Wissenschaft auf Fischfang

Forscher gehen dem Fischvorkommen auf den Grund. Im Vierwaldstättersee wurden 1000 Exemplare gefangen und untersucht.

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Wissenschaftler und Helfer ziehen nahe dem Bürgenberg Fische für die Untersuchung aus dem Vierwaldstättersee. (Bild Romano Cuonz)

Wissenschaftler und Helfer ziehen nahe dem Bürgenberg Fische für die Untersuchung aus dem Vierwaldstättersee. (Bild Romano Cuonz)

«Projet Lac – den Fischen in unseren Seen auf der Spur» betiteln die Forscher ihr Projekt. Es erfasst übers ganze Land die Fischbestände mehrerer grosser Seen. «Die Arbeiten im ‹Projet Lac› erlauben erstmals festzustellen, wie die Fischgesellschaften in den Seen zusammengesetzt sind», sagt Ole Seehausen, der das Projekt zusammen mit Pascal Vonlanthen und Guy Périat leitet.

Im Gegensatz zu Berufsfischern setzen die Forscher die Netze in allen Tiefen bis hinunter auf 200 Meter. Dazu kommen an Zu- und Abflüssen wie etwa in der Engelbergeraa oder in ufernahen Schilfgürteln auch Geräte zur Elektrofischerei zum Einsatz.

Rund 1000 Fische hat die Crew während dieser Aktion gefangen. Jeder einzelne wird genau vermessen, gewogen, fotografiert und beschrieben. Sogar DNA-Proben werden genommen. Innerhalb eines Jahres will man den Anliegerkantonen einen Bericht mit ersten Resultaten zum Fischbestand abgeben. Aufgegleist wurde das «Projet Lac» vom Wasser- und Gewässerforschungsinstitut Eawag.

Romano Cuonz