Nidwalden
Ehemaliges Zeughaus ist nun Nidwaldner Covid-Stützpunkt

Eine reorganisierte Fachstelle kümmert sich nun um alle Belange rund um Covid-19. Die Fäden laufen bei einem Koordinator zusammen.

Matthias Piazza
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Im ehemaligen Zeughaus ist nun die Nidwaldner Covid-Fachstelle untergebracht.

Im ehemaligen Zeughaus ist nun die Nidwaldner Covid-Fachstelle untergebracht.

Bild: PD (Oberdorf, 28. Oktober 2021)

Leute informieren, die in Berührung mit Covid-Infizierten kamen (Contact-Tracing), Schutzkonzepte von Restaurants und Veranstaltern kontrollieren, repetitive Tests in Schulen und Betrieben durchführen, Zertifikate für im Ausland geimpfte Personen ausstellen: Die Liste von zusätzlichen Aufgaben, die wegen der Pandemie von Mitarbeitenden der Gesundheits- und Sozialdirektion geleistet werden, ist lang.

Nun hat der Kanton das Coronamanagement zentralisiert. Für sämtliche Aufgaben und Dienstleistungen rund um Covid-19 wurde eine temporäre Fachstelle Corona geschaffen, und zwar im ehemaligen Zeughaus in Oberdorf. Dieses wird als Zeughaus nicht mehr gebraucht, seit im Sommer der neue Ersatzbau Süd auf der anderen Strassenseite bezogen wurde.

In den früheren Zeughaus-Räumlichkeiten an der Wilstrasse 1 betreibt der Kanton Nidwalden seit geraumer Zeit bereits ein Walk-in, das jeden Dienstag und Freitag zwischen 15 und 20 Uhr kurzentschlossene Impfwillige ohne Voranmeldung empfängt. Seit Anfang Monat besteht auch die Möglichkeit, sich hier mit PCR- oder Antigen-Schnelltests auf Corona testen zu lassen.

Röbi Blättler, Koordinator der Fachstelle Corona.

Röbi Blättler, Koordinator der Fachstelle Corona.

Bild: PD

«Gehen davon aus, dass die Pandemie noch länger anhält»

«Mit der Fachstelle schaffen wir grundsätzliche nichts Neues, sondern bündeln das vorhandene Know-how an einer zentralen Stelle, solange die Pandemie andauert», erklärt Karen Dörr, Vorsteherin des Gesundheitsamtes. Dank der neuen Struktur wolle man das seit Monaten stark geforderte Gesundheitsamt zumindest teilweise entlasten. Denn die coronabedingten Zusatzaufgaben seien mit den anfallenden Arbeiten in anderen Gesundheitsbereichen kaum mehr vereinbar. «Im Verlauf der Pandemie haben wir wie alle anderen immer wieder gehofft, dass ein Ende in Sicht ist. Mittlerweile gehen wir davon aus, dass die Pandemie noch länger anhält», meint Karen Dörr angesprochen auf die Frage, warum diese Fachstelle erst jetzt geschaffen wurde. Und das ehemalige Zeughaus als idealer Standort sei erst seit Sommer dafür verfügbar. Mit Blick auf die Zukunft geht sie von einer anhaltend hohen Arbeitsbelastung aus. «Die angekündigten Booster-Impfungen werden uns sicher auch auf Trab halten.»

Zum Koordinator der neuen Fachstelle hat der Kanton im Bewerbungsverfahren Röbi Blättler ernannt. «Sich in dieser besonderen Lage als Dienstleister für das Gesundheitswesen einzusetzen, lohnt sich für die Nidwaldner Bevölkerung», wird der 62-jährige diplomierte Kaufmann aus Hergiswil mit Erfahrungen als Team- und Projektleiter in der Medienmitteilung zitiert. «Ich bin auf ein sehr engagiertes Team getroffen, das seit März des vergangenen Jahres auf verschiedensten Ebenen gegen die Pandemie ankämpft und immer wieder vor neue, kurzfristige Herausforderungen gestellt wird.»

Weitere Informationen: www.nw.ch/coronavirus. Weiter werden von der Fachstelle falsch ausgestellte Zertifikate korrigiert. Der Schalter im ehemaligen Zeughaus ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Helpline ist weiterhin unter 041 618 43 34 oder E-Mail helpline@nw.ch erreichbar.

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