NIDWALDEN: Einheits-Gemeinden: Positive Zwischenbilanz

Das Modell Einheitsgemeinde scheint sich zu bewähren. Allerdings wird auch Kritik laut.

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Alfonso Ventrone, Gemeinderat von Hergiswil. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Alfonso Ventrone, Gemeinderat von Hergiswil. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die Schulgemeinde als eigenständige Körperschaft für die Verwaltung der Schule ist in immer mehr Nidwaldner Gemeinden Geschichte. Als erste Gemeinde Nidwaldens machte Ennetmoos 2010 den Schritt zur sogenannten Einheitsgemeinde. Es folgten in kurzen Abständen Stans, Hergiswil, Ennetbürgen, Beckenried, Buochs und Dallenwil. In einer Einheitsgemeinde übernimmt anstelle des Schulrates ein Mitglied des Gemeinderates die politische Führung der Schule. Eine positive Zwischenbilanz nach bald vier Jahren Einheitsgemeinde zieht Kurt Wittwer (parteilos), der als Gemeinderat in Ennetmoos das Ressort Bildung unter sich hat und die Schulkommission präsidiert. Das im Vorfeld angekündigte Versprechen, die Bildung werde im Falle einer Fusion nicht geschwächt, habe eingehalten werden können.

Und Alfonso Ventrone, Gemeinderat von Hergiswil meint: «Durch die politische Einbindung in den Gemeinderat wurde die Schule gestärkt. Die Bildungsverantwortlichen können sich voll und ganz ihrem Kerngeschäft widmen.» Doris Vollenweider (FDP), im Ennetbürger Gemeinderat für die Schule zuständig und in dieser Funktion auch Schulkommissionspräsidentin, erwähnt als Vorteil, dass die Schule neu auch im Leitbild der Gemeinde ein gleichwertiger Teil geworden ist. «Es ist wichtig und richtig, dass die Schule im Gemeinderat vertreten ist.» Doch sie führt auch Kritik am neuen System ins Feld. So macht sie eine höhere Belastung des Gemeinderates mit dem Wegfall des Schulrates aus.