NIDWALDEN: Entscheid könnte falsches Zeichen setzen

Warum sich die Regierung schon jetzt gegen Frühfranzösisch ausgesprochen hat, wollen drei Landräte wissen. Der Zeitpunkt ist für sie verfrüht.

Philipp Unterschütz
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Hat die Regierung zu früh «au revoir» gesagt? (Bild Dominik Wunderli)

Hat die Regierung zu früh «au revoir» gesagt? (Bild Dominik Wunderli)

Die Absichten der Regierung, Französisch aus der Primarschule zu kippen, haben die drei Landräte Regula Wyss (Grüne), Hanspeter Zimmermann (CVP) und Klaus Waser (FDP) auf den Plan gerufen. In ihrem Auskunftsbegehren geht es allerdings nicht um die Sprachfrage an sich, sondern das grundsätzliche Vorgehen der Regierung. Diese sei vorgeprescht, meinen die Landräte vor dem Hintergrund der Evaluation, welche die Zentralschweizer Bildungsdirektoren-Konferenz (BKZ) gegenwärtig erarbeitet.

Bildungsdirektor Res Schmid (SVP) begründet den Zeitpunkt damit, dass die Regierung zur hängigen Volksinitiative bezüglich einer Fremdsprache an der Primarschule Stellung beziehen musste. Zudem habe man noch ein Postulat umzusetzen, das verlangt, dass Frühfranzösisch in der Primarschule zu streichen sei.