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NIDWALDEN: Erst das zweite Mal ein Frauenduo an der politischen Spitze

Am 28. Juni ist das zweite Mal in der Geschichte des Kantons je eine Frau an der Spitze von Landrat und Regierung.
Markus von Rotz
Yvonne von Deschwanden und Michèle Blöchliger (rechts). (Bild: PD)

Yvonne von Deschwanden und Michèle Blöchliger (rechts). (Bild: PD)

Markus von Rotz

markus.vonrotz@nidwaldnerzeitung.ch

Yvonne von Deschwanden (FDP) ist als neue Frau Landammann Nidwaldens vorgeschlagen. Die Wahl findet an der Sitzung des Landrats vom 28. Juni statt. Gleichentags soll Michèle Blöchliger (SVP, Hergiswil) zur Präsidentin des Kantonsparlaments und damit zur höchsten Nidwaldnerin gewählt werden. Für ein Jahr steht dann – vorbehältlich der erfahrungsgemäss jeweils unbestrittenen Wahlen – ein Frauenduo an der Spitze des Kantons. Diese Konstellation gab es in Nidwalden bisher erst einmal, was auch damit zu tun hat, dass im Kanton bisher erst wenige Frauen für die Regierung kandidiert haben.

Bisher nur Präsidentinnen aus der FDP und CVP

Gewählt wurden zudem nur Bürgerliche. Erste Frau Landammann war die frühere Baudirektorin Lisbeth Gabriel (CVP) im Jahr 2005/06 – im gleichen Jahr wie die heutige Regierungsrätin Yvonne von Deschwanden Landratspräsidentin. Ein solches Fraudenduo gab es später nie mehr. Zum einen hatte der Kanton erst vier Landratspräsidentinnen, neben von Deschwanden waren das noch Marianne Slongo (CVP, 1996/98), Beatrice Jann (FDP, 2000/01) und die verstorbene Verena Bürgi (CVP, 2011/12). Auch Regierungsrätinnen stellte der Kanton bisher erst deren vier: Neben Jann und Gabriel (beide 2002 bis 2010) sowie von Deschwanden (seit 2010) ist es aktuell noch Karin Kayser (CVP, seit 2014).

Mit Michèle Blöchliger übernimmt erstmals eine Frau, die nicht aus den Reihen von CVP und FDP stammt, das Präsidium. Ob sie wie die zwei Vorgängerinnen dereinst auch erste SVP-Regierungsrätin wird? Gehandelt worden war sie 2014 – die Partei nominierte dann den Ennetbürger Landrat Martin Zimmermann.

Apropos Nidwaldner Frauen: In Bundesbern politisierte bisher erst eine Frau, nämlich Ständerätin Marianne Slongo (CVP, 1999 bis 2007). Im Nationalrat hatten für Nidwalden bis heute allein die Männer das Sagen. Im Nidwaldner Landrat übrigens sitzen aktuell 10 Frauen und 50 Männer.

Zwei Neue im Büro

Als Landstatthalter schlägt das Nidwaldner Landratsbüro Res Schmid (SVP) vor. Vizepräsident im Landrat soll Ruedi Waser (FDP, Stansstad) werden, zweite Vizepräsidentin Regula Wyss (Grüne, Stans). Ferner sollen neu ins Büro kommen: Bruno Christen (CVP, Buochs) und Susi Ettlin Wicki (Grüne/SP, Stans). Peter Waser (SVP, Buochs) und Iren Odermatt Eggerschwiler (FDP, Dallenwil) dürften bestätigt werden.

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