NIDWALDEN: «Es wurde überhaupt nichts vertuscht»

Ein Vorstoss der SVP hinterfragt das Honorar der Gesundheitsdirektorin. Yvonne von Deschwanden wehrt ab.

Christoph Riebli
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Die Nidwaldner Gesundheitsdirektorin Yvonne von Deschwanden. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Die Nidwaldner Gesundheitsdirektorin Yvonne von Deschwanden. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

In Nidwalden beträgt die Summe aller Honorare für Verwaltungsratsmandate, welche die Regierungsmitglieder von Amtes wegen wahrnehmen, zwischen 70 000 bis 75'000 Franken pro Jahr. Das ist bei der kantonalen Finanzverwaltung zu erfahren ist. Gesundheits- und Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden (FDP) trägt mit ihrem Mandat im Nidwaldner Spitalrat 12 000 Franken bei. Weitere 15 000 Franken darf sie behalten, weil sie aufgrund der Spitalkooperation mit Luzern auch im Spitalrat des Luzerner Kantonsspitals sitzt.

Die Mandate sind miteinander verknüpft – von Amtes wegen, die sieben Spitalratsmitglieder dieselben. Die Nidwaldner Regierung hat für sie im Januar 2012 eine Sonderregelung beschlossen. Dies, weil das Mandat für den Luzerner Spitalrat «mit grossem zusätzlichem, persönlichem Aufwand» verbunden ist, wie es im Beschluss heisst. «Es wurde überhaupt nichts vertuscht. Vor zwei Jahren wurde offen und transparent darüber informiert», sagt von Deschwanden.

Mit einem Auskunftsbegehren an die Regierung zielte SVP-Landrat Jörg Genhart kürzlich auf den Punkt der Verwaltungsratshonorare ab. Dies im Zug der Affäre eines Baslers Regierungsrates, der Mandatsgelder unrechtsmässig in seine eigene Tasche kassierte.