NIDWALDEN: Fast eine Million Franken weniger Bussgeld

Der Kanton hat markant weniger Bussgeld eingenommen als budgetiert. Ein Grund ist die schlechte Zahlungsmoral – besonders von Ausländern.

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Die Nidwaldner Polizei hält bei einer Geschwindigkeitskontrolle ausländische Automobilisten an. (Bild: Archiv/Neue NZ)

Die Nidwaldner Polizei hält bei einer Geschwindigkeitskontrolle ausländische Automobilisten an. (Bild: Archiv/Neue NZ)

5,5 Millionen Franken hatte der Kanton Nidwalden 2012 für die Ordnungsbussen budgetiert. Letztlich sind es aber nur 4,6 Millionen Franken geworden, wie aus der seit kurzem vorliegenden Erfolgsrechnung hervorgeht. Weshalb diese starke Abweichung? «Das kann verschiedene Gründe haben», sagt Lorenz Muhmenthaler, Chef der Nidwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei. Ein möglicher Grund sei der Personalmangel. Im vergangenen Jahr schieden gemäss Muhmenthaler fünf Personen aus dem Polizeikorps aus und haben sich neu orientiert.

Ein weiterer Grund ist auch, dass mehr Fahrzeuglenker bei Geschwindigkeitskontrollen über dem Ordnungsbussenbereich, das heisst im Verzeigungsbereich, gefahren sind und «somit nicht mittels Ordnungsbussen-Verfahren geahndet werden konnten».

Kopfzerbrechen bereiten dem Kanton vermehrt auch ausländische Verkehrsteilnehmer. Hier sei es besonders aufwendig und schwierig, nachträglich an Namen und Adressen zu kommen, sagt Muhmenthaler. «Jedes Land hat bezüglich Lenkerermittlung seine eigenen Regelungen, was die Abklärungen erschwert.»

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