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NIDWALDEN: Finanzausgleich: Hergiswil steuert fast sämtliche Ausgleichsbeiträge bei

So viel wie 2016 musste Hergiswil noch nie in den Finanzausgleich stecken. Als «schmerzlicher» empfindet Remo Zberg die Entwicklung zum Alleinzahler.
Christoph Riebli
Bild: Keystone / Gaetan Bally

Bild: Keystone / Gaetan Bally

Als klar finanzstärkste Gemeinde Nidwaldens wird Hergiswil beim innerkantonalen Finanzausgleich (FA) jeweils entsprechend zur Kasse gebeten. Das ist nicht neu. Für das laufende Jahr sind es jedoch happige 12,37 Millionen Franken – also 3,4 Millionen oder 40 Prozent mehr als noch 2015 (brutto). Damit steuert die Loppergemeinde 54 Prozent sämtlicher Ausgleichsbeiträge bei – unter den Gemeinden wird sie mit rund 95 Prozent gar zur Solistin. Denn auf der horizontalen Geberseite findet sich einzig noch Stansstad mit 691 000 Franken, was gegenüber dem Vorjahr mehr als einer Halbierung der «Abgaben» entspricht. Stans und Ennetbürgen müssen dieses Jahr keinen Beitrag leisten – 2015 zahlten sie zwar noch in den FA ein, erhielten aber unter dem Strich Geld zurück.

Das verbleibende Kuchenstück von 43 Prozent (9,8 Millionen/2015: 8,3 Millionen) steuert der Kanton als vertikalen Ausgleich bei. So stehen 2016 total 22,9 Millionen Franken (2015: 19,4 Millionen) an Ausgleichszahlungen zur Verfügung.

Steuersonderfall schenkt ein

«2016 ist ein ausserordentliches Jahr», relativiert Finanzdirektor Alfred Bossard die aktuelle Rolle Hergiswils im FA. Der Nettosteuerertrag aller Gemeinden ist gegenüber 2014 um 15,9 Millionen Franken angewachsen. «Das ist auf einen einmaligen Steuersonderfall zurückzufüh­ren.» Davon profitiert hätten der Kanton und die Gemeinde Hergiswil mit Auswir­kung auf die FA-Leistungen, die ertragsab­hängig sind. Für 2017 rechnet der Finanzdirektor deshalb mit einer Normalisierung, sprich mit Verhältnissen wie 2015.

«Es ist in der Tat ein Ausreisser», sagt auch der Hergiswiler Gemeindepräsident Remo Zberg. Rund ein Drittel der Mehreinnahmen würde aktuell in den FA einbezahlt. Doch: «Wir haben einen wesentlichen Teil mehr Steuern eingenommen, den wir so nicht eingeplant hatten.» Nicht die deswegen ansteigenden Beiträge schmerzten, sondern: «Es ist nicht ganz in Ordnung, dass eine Gemeinde mehr zahlt als der Kanton. Bedenklich ist zudem die Tendenz, dass Hergiswil praktisch als einzige Gemeinde zahlt.» Zwar rechnet auch Zberg im nächsten Jahr mit einem FA-Beitrag von wiederum rund 9 Millionen Franken. «Das ist aber immer noch viel. Unsere Forderung nach einer Plafonierung ist nach wie vor aktuell.» Und versöhnlich-kritisch: «Wir jammern auf hohem Niveau, uns gehts gut, doch das Verhältnis stimmt nicht im Kanton.»

Buochs und Wolfenschiessen «top»

Verteilt werden die Gelder in den Sparten Finanzkraft, Normausgleich Schule und Belastungsausgleich Naturgefahren: Am meisten Gelder erhalten Buochs, Wolfenschiessen, Oberdorf, Beckenried und Dallenwil (siehe Tabelle oben). Pro-Kopf-Spitzenreiter ist Wolfenschiessen mit 1758 Franken je Einwohner, gefolgt von Dallenwil (1537 Franken), Oberdorf (1196), Ennetmoos (1059), Beckenried (932), Emmetten (853), Buochs (811), Stans (125) und Ennetbürgen (61).

Christoph Riebli

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