NIDWALDEN: Flüchtlinge profitieren von Einsprachen

Die Zahl der Flüchtlinge nimmt zu. Und damit der Bedarf nach Unterkünften. Häufig kann der Kanton auf Angebote von Hausbesitzern zurückgreifen.

Matthias Piazza
Drucken
Teilen
Asylheim in Stans. (Bild: Archiv)

Asylheim in Stans. (Bild: Archiv)

Flüchtlinge, besonders ganze Familien, werden nach Möglichkeit im Kanton Nidwalden nicht in der zentralen Asylunterkunft untergebracht, sondern in Studios und einfachen, leer stehenden Wohnungen im ganzen Kanton. «So können sich die Personen besser integrieren und an ein selbstständiges Leben gewöhnen. Das ist auch für die Kinder wichtig, die dann in die Schule gehen», sagt Gesundheits- und Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden.

Zwischen 40 und 50 einfache Wohnungen und Studios stehen dem Kanton zur Verfügung. «Immer wieder stellen uns Hausbesitzer Unterbringungen zur Verfügung.» Die Mietzinse werden mit einer Pauschale abgegolten, die der Kanton vom Bund für das Flüchtlingswesen erhält. Auch Häuser, deren Abriss sich wegen hängiger Einsprachen für den Neubau um Monate hinauszögert, werden vermehrt als vorübergehende Unterbringung genutzt.