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NIDWALDEN: Flughafen Buochs seit 14 Jahren rechtswidrig betrieben

Rund um den Betrieb und die Sicherheit auf dem Flugplatz Buochs geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde von Anwohnern im Zusammenhang mit einem Abflugverfahren gutgeheissen. Jetzt ist ein neues Betriebsreglement nötig.
Die Beschwerde gegen das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) wurde vom Bundesverwaltungsgericht teilweise gut geheissen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Die Beschwerde gegen das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) wurde vom Bundesverwaltungsgericht teilweise gut geheissen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Das Gericht hat in seinem Urteil eine Verfügung des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) vom November 2014 mit drei Bedingungen und acht Auflagen angepasst. Das Urteil wurde am Donnerstag vom Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs (SBFB) publiziert. Er ist einer von zwei Beschwerdeführern. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das BAZL hatte 2014 per Verfügung unter Auflagen ein gängiges Abflugverfahren für Instrumentenflüge bei schlechter Sicht genehmigt. Die Abflugroute Richtung Südwesten führt beinahe über das Grundstück eines Beschwerdeführers. Gemäss dem Urteil berücksichtigte die Bundesbehörde bei der Genehmigung Bundesrecht nicht gebührend.

Der Schutzverband kritisierte, dass das BAZL das Abflugverfahren direkt mit einer Änderung des Betriebsreglements von 1982 verfügt habe. Er monierte unter anderem fehlende Lärmberechnungen und kritisierte den Status auf dem Flugplatz mit zwei parallelen Betriebsreglementen als unhaltbar. Zudem machte der Verband Sicherheitsmängel geltend.

Das Bundesverwaltungsgericht verlangt nun, dass innerhalb eines Jahres ein Gesuch für ein neues, einziges Betriebsreglement eingereicht wird. Zudem müssen aktuelle Kataster zur Lärmbelastung und zu Hindernisbegrenzungsflächen erstellt werden. Werden die Auflagen nicht erfüllt, wird die Genehmigung für das entsprechende Abflugverfahren hinfällig.

Weiter machte das Bundesverwaltungsgericht nach mehreren Zwischenfällen am Flugplatz acht Auflagen zum entsprechenden Abflugregime. Diese betreffen vor allem die Sicherheit. So darf nur noch die Flugsicherung Skyguide zu den ordentlichen Betriebszeiten des Flugplatzes eine Startfreigabe erteilen. Die Sicht muss mindestens 1400 Meter betragen. Zudem müssen LED-Warntafeln im Kreuzungsbereich der Piste und einer Strasse angebracht werden.

Der Flugplatz Buochs wird von den unmittelbar daneben angesiedelten Pilatus Flugzeugwerken, von Privatpiloten, Segelfliegern und einer Modellfluggruppe benutzt. Die Armee kündigte im November 2013 an, den Flugplatz als Sleeping Base künftig definitiv aufgeben zu wollen. Betreiberin des Flugplatzes ist die Airport Buochs AG, die zu 50 Prozent dem Kanton Nidwalden und zu 50 Prozent Pilatus gehört.

Hier finden Sie die gesamte Urteilsschrift.

(sda)

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