NIDWALDEN: Fondation Franz Weber protestiert gegen Abschuss

Mit dem Entscheid, im Raum Buochs und Ennetbürgen mehrere Schwäne abschiessen zu lassen, haben die Nidwaldner Behörden den Zorn der Fondation Franz Weber auf sich gezogen. Die Stiftung wandte sich in einem auch den Medien zugestellten Schreiben an Justizdirektorin Karin Kayser.

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Ein Schwan auf einer Wiese in Ennetbürgen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Ein Schwan auf einer Wiese in Ennetbürgen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die Stiftung nahm demnach "mit Empörung, Unverständnis und grösstem Befremden" Kenntnis vom Abschuss von drei Schwänen auf der Ennetbürger und Buochser Allmend. Auch wenn die Abschüsse öffentlich angekündigt worden seien, seien damit heimlich Fakten geschaffen worden. Abschüsse seien der falsche Weg.

Die Nidwaldner Behörden hatten die Tötung der Schwäne damit begründet, dass die Vögel durch Frass und Kot zu grosse Schäden an Landwirtschaftsland verursachten. Schreckschüsse, um die Tiere zu vertreiben sowie Fütterungsverbote hätten nichts gefruchtet. Insgesamt sollten vier bis fünf Schwäne getötet werden.

Die Fondation Franz Weber warf die Frage auf, ob alles unternommen worden sei, um die Schwände von den Wiesen fernzuhalten, etwa mit Zäunen. Umfragen in der Zentralschweiz und zahlreiche Proteste zeigten, "dass eine klare Mehrheit gegen solche Abschüsse ist".

Abschüsse der geschützten Schwäne gab es in der Vergangenheit bereits in mehreren Kantonen, wie Sophie Jaquier, Biologin der Vogelwarte Sempach, Ende Oktober sagte. Dazu zählen etwa Regionen am Thunersee, am Flaachsee im Kanton Aargau sowie am Wohlensee BE. In der Regel habe es sich um einmalige Aktionen gehandelt. (sda)