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NIDWALDEN: Für Güselsünder gibts keine Gnadenfrist

Ab dem 1. Januar 2014 gilt es ernst. Das Abfallregime ändert und gibt schon jetzt viel zu fragen.
Martin Uebelhart
Stans animiert mit Sprüchen für Sauberkeit. (Bild Corinne Glanzmann)

Stans animiert mit Sprüchen für Sauberkeit. (Bild Corinne Glanzmann)

Auf der Geschäftsstelle des Kehrichtverwertungsverbandes Nidwalden (KVV NW) laufen derzeit die Drähte heiss. Die einen möchten einen Chip für ihren Gewerbe-Container bestellen, andere stellen Fragen. Mit Unterstützung von Margrit Kopp, der Vizepräsidentin des Verbandes, liefern wir die Fakten zu den häufigsten Anliegen.

Wie kommen die Nidwaldner zu den Informationen über die neuen Regeln für den Kehricht?

In der Woche 50 kommt ein Flyer in alle Haushaltungen. Dort ist erklärt, wie das neue Abfallregime funktioniert. Und für jede Gemeinde sind die Daten der Separatsammlungen aufgeführt. Ausführliche Informationen gibt es ab diesem Monat auch auf der Internetseite www.suibr.ch.

Muss ich weiterhin die Grundgebühr zahlen?

Ja, das ist im Reglement klar definiert. Es gibt pro Haushalt eine Grund- und eine Gemeindegebühr.

Wird die Kehrichtentsorgung für den Einzelnen jetzt teurer?

Nein, Sie können sparen, indem Sie Ihren Abfall konsequent trennen und alle Wertstoffe an den jeweiligen separaten Wertstoffsammelstellen ent­sorgen.

Was macht man mit den noch vorhandenen schwarzen Säcken?

Man kann sie brauchen, um Altkleider bei den Kleidersammelstellen abzugeben, man kann sie zum Aufbewahren irgendwelcher Gegenstände brauchen. Oder man kann bis Ende Jahr noch Keller und Estrich räumen.

Warum druckt man nicht einfach einen grossen roten Aufkleber, den man kaufen und auf einen schwarzen Sack kleben kann?

Die Produktionskosten eines solchen Aufklebers wären für die benötigte Menge höher als für einen Sack.

Gibt es die Grüngut- und Papiersammlungen an den Strassen nach wie vor?

Ja, sämtliche Separatsammlungen bleiben wie gewohnt erhalten. Die Häufigkeit ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Die Daten sind im Flyer ersichtlich, den jeder Haushalt erhalten wird.

Kann man als Privater auch einen Container mit Gewichtsgebühr haben?

Diese Container sind nur für Industrie-, Gewerbe- und neu für Landwirtschaftsbetriebe vorgesehen. Würde man dieses System beispielsweise für ein Mehrfamilienhaus anwenden, erhält der Hauseigentümer die Rechnung. Die Weiterverrechnung der Kosten an die einzelnen Parteien würde nicht mehr dem Grundsatz der Verursachergerechtigkeit entsprechen.

Kann ich meinen Container abschliessen?

Der Fachhandel bietet Schliess­systeme für Container an.

Was passiert mit den Containern von Privaten?

Die Privathaushalte und Verwaltungen dürfen weiterhin ihre Container benutzen – jedoch sind diese nur noch für Gebührensäcke zulässig. Die Container sollten mit einem entsprechenden Kleber «Nur für Gebührensäcke» versehen werden. Die Kleber sind ab Anfang dieses Monats bei den Gemeinden erhältlich.

Wie oft wird der Kehricht abgeholt?

Genau so oft wie früher. In jenen Gemeinden, die bis jetzt zwei Kehrichtabfuhren pro Woche hatten, wird das auch weiterhin so sein.

Kann man eine Sperrgut- Gebührenmarke auf einen schwarzen Sack kleben?

Das ist nicht zulässig. Genauso wenig wie eine Bananenkiste oder Ähnliches mit Hauskehricht zu füllen und eine Sperrgutmarke darauf zu kleben. Die Entsorgungsangestellten lassen diese Gebinde und Säcke stehen.

Was passiert nach dem 1. Januar mit alten, schwarzen Säcken an der Strasse oder in Containern mit dem «Nur für Gebührensäcke»-Aufkleber?

Die Mitarbeiter der Kehrichtabfuhr sind angewiesen, solche Säcke stehen zu lassen oder aus den Containern herauszunehmen. Im öffentlichen Raum ist es Sache der Gemeinden, was mit diesem Abfall geschieht. Auf privatem Grund ist der entsprechende Eigentümer zuständig. Bei der Einführung der ­neuen Regeln für den Kehricht gibt es keine Übergangsfrist.

Wie kann man – abgesehen von PET-Flaschen – Plastik in einer Separatsammlung abgeben?

Milch- oder Putzmittelflaschen und Ähnliches kann man bei Coop und Migros zurückgeben. Noch keine Lösung ist für Plastikabfälle wie Einschweissfolien von Zeitschriften, Verpackungen von Fleisch und Convenience-Produkten oder auch Dingen wie Luftpolsterfolie gefunden worden. Auch der Bund ist noch auf der Suche nach einer Lösung.

Weihnachten naht. Wohin soll man nach dem Fest mit den Christbäumen gehen?

Der Vorstand des Kehrichtverwertungsverbandes Nidwalden hat beschlossen, dass Christbäume bis am 18. Januar ohne Gebührenmarke der Kehrichtabfuhr mitgegeben werden können. Nach diesem Datum müssen sie mit einer Gebührenmarke versehen ­werden.

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