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NIDWALDEN: Gemeinalpen haben neue Führung

Nach 21 Jahren als Präsident der Nidwaldner Gemeinalpen ist Ueli Niederberger zurückgetreten. Für Diskussionsstoff sorgte an der Jahresversammlung auch ein Viehtriebweg im Gebiet der Bannalp.
Richard Greuter
Sie treten ab: Vizepräsident Daniel Niederberger (links) und Präsident Ueli Niederberger. (Bild: Richard Greuter (Wolfenschiessen, 3. Februar 2018))

Sie treten ab: Vizepräsident Daniel Niederberger (links) und Präsident Ueli Niederberger. (Bild: Richard Greuter (Wolfenschiessen, 3. Februar 2018))

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Während 21 Jahren präsidierte Ueli Niederberger die Vereinigung der Nidwaldner Alpgenossen. Davor war er 12 Jahre Bannwart bei der Alp Kernalp. Zudem war er Mitglied der Berghauskommission Jochpass und auch in der Baukommission beim Erweiterungsbau Jochpass. An der Jahresversammlung der acht Nidwaldner Gemeinalpen in der Aula Zelgli in Wolfenschiessen am vergangenen Samstag trat Niederberger nach 33 Dienstjahren zurück. «Ich habe das immer gerne gemacht», sagte er. «Es hat immer wieder Projekte gegeben, bei denen ich dachte, das will ich nun auch noch fertig machen.»

Ein Höhepunkt in seiner Amtszeit seien die verschiedenen Alperschliessungen gewesen. «Für die Älplerfamilien bringen diese jeweils eine grosse Erleichterung.» Gleichzeitig trat auch Vizepräsident Daniel Niederberger nach 12 Jahren zurück, womit zwei Sitze im Alpgenossenrat zu besetzen waren.

Von drei vorliegenden Bewerbungen wählten die Alpgenossen nach vier Wahldurchgängen und zahlreichen Wortmeldungen Paul Odermatt, Oberdorf zum Präsidenten und Pius Niederberger zu seinem Vizepräsidenten.

Gewitter spülte Betonbrücke in die Tiefe

Die meisten Alpgenossen zeigten sich mit dem vergangenen Sommer zufrieden und lobten an der Versammlung den zum Teil sehr guten Graswuchs. Durch die Abkühlung und Regenfälle im Spätsommer waren die Alpzeiten allerdings etwas kürzer als in den Vorjahren. Auf der Alp Sinsgäu und Steinalp erkrankten einige Tiere an Weidekeratitis (Gämsblindheit). Bei beiden Alpen sind für die kommende Sömmerung Vorsorgeimpfungen vorgesehen.

Schäden verursachte ein Gewitter am 1. August im Gebiet Alp Arni. Dabei spülten die Wasser- und Geröllmassen die Schwändelibrücke, eine Betonkonstruktion, in die Tiefe. Beschädigt wurde auch die Oberwangbrücke. Laut Martin Niederberger, 1. Bannwart, ist der Bau einer neuen Brücke in Planung. Auf der Alp Lutersee und Steinalp wurden Alpgebäude saniert und erneuert.

Verschiedene Alpgenossen berichteten über unrentable Holzschläge. Trotz einer Kostenbeteiligung der Engelberger Wasserversorgung verursache ein Holzschlag Defizite, berichtete Josef Odermatt, 1. Bannwart auf der Alp Trübsee. Im Weiteren informierte er über fünf Projekte der Bergbahnen Titlis für Beschneiung und Verbesserung der Abfahrtspiste. «Ein massiver Eingriff ins Gelände», so Odermatt weiter, «verursachte ein neuer Bike-Weg, der vom Berghaus zum Jochpasslift führt.»

Hüttenrechte stehen zum Verkauf

Im Gebiet Unter- und Obertrübsee stehen zwei Hüttenrechte zum Verkauf. Die Alpgenossenschaft, die bei Hüttenrechten ein Vorkaufsrecht besitzt, sei an einer gut funktionierenden Alpbewirtschaftung interessiert und werde alles daran setzen, für den Besitzerwechsel eine gute Ausgangslage zu verschaffen, sicherte Josef Odermatt zu.

Personelle Änderungen gab es bei einigen Alpgenossenschaften. Die Alpgenossenschaften Dürrenboden, Kernalp und Steinalp wählten neue Mitglieder als 2. Bannwarte. Bei der Alpgenossenschaft Dürrenboden ersetzt Beat Odermatt, Dallenwil, Franz Barmettler. Bei der Kernalp löst Norbert Zumbühl Toni Zumbühl ab. Josef Flüeler von der Steinalp trat zurück und übergab das Amt Heinz Amstad, Wolfenschiessen.

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