Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NIDWALDEN: Gemeinden bestimmen über Sperrmüll

Gemeinden, die weiterhin zweimal jährlich eine Sperrgutsammlung wollen, können sie beim Verband bestellen. Allerdings neu auf eigene Rechnung.
Martin Uebelhart
Die Gemeinden können die Separatsammlungen des Sperrguts beibehalten – wenn sie wollen. (Bild Oliver Mattmann)

Die Gemeinden können die Separatsammlungen des Sperrguts beibehalten – wenn sie wollen. (Bild Oliver Mattmann)

«Die Weiterführung der Sperrgut­sammlungen mit dem heutigen Verrechnungssystem wird höchstwahrscheinlich zu einem Rechtsstreit führen», sagte Paul Matter, Präsident des Kehrichtverwertungsverbandes (KVV) Nidwalden. Die Delegiertenversammlung in Wolfenschiessen hatte über einen Antrag von Hergiswil und Ennetbürgen zu bestimmen, die sich für die unbefristete Weiterführung der zweimal jährlich stattfindenden Separatsammlungen von Sperrgut einsetzten. Der Regierungsrat habe den Verband dazu aufgefordert, die Durchführung von Separatsammlungen von Sperrgut bis Ende 2016 neu zu regeln, sagte Matter.

Gemeinden können wählen

Darum legte der Vorstand, der unter anderem auch ein Rechtsgutachten hatte erstellen lassen, einen alternativen Vorschlag vor, der nach Beratungen eines runden Tisches zu Stande gekommen war. Die Separatsammlungen werden unbefristet weitergeführt und werden basierend auf den effektiven Mengen durch die Gemeinden finanziert.

«Die Gemeinden haben die Wahlfreiheit», erläuterte Paul Matter auf eine Nachfrage. Die Gemeinden könnten nach wie vor die Sperrgutsammlungen beim Verband bestellen und entsprechend bezahlen. Sie hätten jedoch auch die Möglichkeit, das Sperrgut ausschliesslich mit Gebührenmarken entsorgen zu lassen.

Ob das dann funktioniere oder ob in Gemeinden mit Separatsammlungen vielleicht dann etwas mehr Sperrgut bereitgestellt werde, könne man heute nicht sagen, befand Matter. Man müsse das dann beobachten.

Kassier Ueli Zimmermann informierte die Delegierten darüber, dass sich neben den neuen Vergaben für Kehrichtsammlung und Separatsammlungen auch die neue Regelung des Sperrguts auf die Verbandsgebühren auswirke. Sie sollen bei Annahme des Vorschlags des Vorstands um 40 Franken, im anderen Fall um 15 Franken sinken.

Antrag zurückgezogen

Die Delegierten aus Ennetbürgen und Hergiswil informierten die Delegierten darüber, dass die beiden Gemeinden ihren ursprünglichen Antrag zu Gunsten des neuen Vorschlags des Vorstandes zurückziehen würden. Die Versammlung unterstützte schliesslich mit grossem Mehr den Antrag des Vorstands.

Das Thema Sperrgut hat den KVV am Donnerstagabend nicht zum ersten Mal beschäftigt. Bei der Einführung der Sackgebühr – und damit auch der Gebührenmarken für den Sperrmüll – hatten die Delegierten beschlossen, während zweier Jahre Strassensammlungen von Sperrgut durchzuführen.

Finanziert wurden diese über die Grundgebühr. Vor einem Jahr hat der Verband entschieden, diese Sammlungen unbefristet weiterzuführen. Das hat schliesslich den Regierungsrat auf den Plan gerufen.

Martin Uebelhart

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.