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NIDWALDEN: Gemeinden dürfen bei Farben mitreden

Bis im Juni will die Regierung das revidierte Baugesetz unter Dach und Fach haben. Aufgrund der Vernehmlassung ging sie in einigen Punkten wie dem Grenzabstand nochmals über die Bücher.
Markus von Rotz
Miracasa - ein farblich besonderes Haus. Das Baugesetz will den Gemeinden mehr Mitsprache geben. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 14. März 2018))

Miracasa - ein farblich besonderes Haus. Das Baugesetz will den Gemeinden mehr Mitsprache geben. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 14. März 2018))

Markus von Rotz

markus.vonrotz@nidwaldnerzeitung.ch

Gemeinde-Baukommissionen sollten unbedingt «die Farbgestaltung der Bauten im Hangbereich kritischer» beurteilen, damit Gebäude «besser in Landschaft, Ortsbild und Siedlung eingepasst werden». Die Gemeinde soll im weiteren im Reglement zielführende Vorgaben oder zumindest Empfehlungen zur örtlichen Bebauungsweise erlassen können. Diese Forderung hatten beispielsweise die Grünen in ihrer Vernehmlassung zur Revision des Baugesetzes deutlich aufgestellt.

Die Nidwaldner Regierung kommt nun in ihrem Entwurf an den Landrat diesem Anliegen entgegen. «In ihren Bau- und Zonenreglementen können die Gemeinden neu auch Bestimmungen zur Farbgebung erlassen», heisst es in einer Mitteilung. In der früheren Fassung hatte es geheissen, die Gemeinden könnten nicht zu sämtlichen Gestaltungsfragen Regelungen erlassen, sondern nur bezüglich Materialisierung. Nach der Vernehmlassung wurde auch dies angepasst. Die Farbgebung habe zu grossen Diskussionen geführt, sagte Baudirektor Josef Niederberger gestern gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Der Zusatz verstehe sich im Sinne einer angemessenen Einheit.

Auch andere Bereiche wurden aufgrund der Ende vergangenen Jahres abgelaufenen Vernehmlassung bei den Parteien im Entwurf neu formuliert. Namentlich sind es diese Bereiche:

  • Angepasst wurden die Grenzabstände. Diese sollen für Nebenbauten 3 Meter bei einer Maximalhöhe von 4,5 Metern und bei Hauptbauten einen Drittel der zonengemässen Gesamthöhe betragen. Der Entwurf wollte den Abstand an die effektive Gebäudehöhe koppeln. Das hätte laut Niederberger bei einer nachträglichen Aufstockung zu Konflikten geführt.
  • Weiter dürfen Hauseingänge und Garageneinfahrten bei unterirdischen Bauten neu auf sechs statt auf fünf Metern sichtbar sein. Somit sind zweispurige Einfahrten in Garagen möglich. Aus der Gebäudehülle ragen dürfen nebst Kaminen zudem technische Dachaufbauten und Dachvorsprünge mit Vordächern.
  • Festgehalten wird an der Aufteilung der Überbauungsziffer. Die Gemeinden können in ihrem Reglement aber eine Prozentzahl bestimmen, die festlegt, welcher Anteil der anrechenbaren Gebäudefläche durch Hauptbauten und welche durch Nebenbauten überbaut werden darf. Dies führe zu einer Staffelung der Bauten.

Landrat soll im Mai darüber beraten

In der Vernehmlassung waren insgesamt 33 Stellungnahmen eingegangen. Die Grundzüge der ursprünglichen Vorlage seien unverändert geblieben, schreibt die Staatskanzlei. Die Regierung hat sie jetzt zuhanden des Landrats verabschiedet. Dieser berät das Gesetzeswerk am 9. Mai in erster Lesung. Die Regierung hofft, dass die Teilrevision am 13. Juni und somit in der letzten Sitzung der Legislatur unter Dach und Fach ist.

Nicht Teil der Revision ist die beantragte ersatzlose Streichung des Gewässerraumabstands. Das sei nicht unbesehen möglich, weshalb die Regierung die Baudirektion damit beauftragt habe, die Gewässerräume zu überprüfen, was einige Zeit dauere.

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