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NIDWALDEN: Gemeinden und Kanton fahren auf Velo ab

Der Veloverleih Nextbike kommt in Stans, Stansstad und Hergiswil an. Gut möglich, dass nächstes Jahr weitere Gemeinden dazustossen werden – auch jenseits der Kantonsgrenze. Das freut auch den Kanton.
Matthias Piazza
Das Veloverleihsystem Nextbike soll künftig auch in weiteren Gemeinden angeboten werden. (Bild: Christian Perret/PD)

Das Veloverleihsystem Nextbike soll künftig auch in weiteren Gemeinden angeboten werden. (Bild: Christian Perret/PD)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Velonummer in der App eingeben, QR-Code scannen, mit dem Code das Schloss öffnen und losfahren. Seit vergangenem März kann man auch an acht Stationen in Stansstad und an zweien in Kehrsiten ein Velo ausleihen und es an irgendeiner der rund 140 Nextbike-Stationen in Stansstad, Hergiswil, Stans oder ausserhalb Nidwaldens in Luzern, Horw, Ebikon, Emmen, Kriens oder Sursee wieder zurückgeben. Das Veloverleihsystem Nextbike erfreut sich auch in Nidwalden immer grösserer Beliebtheit. «Seit Saisonbeginn Mitte März wurden in Nidwalden schon gegen 5000 Fahrten zurückgelegt. Immer mehr Leute registrieren sich, zurzeit sind es alleine in Nidwalden rund 1000», erzählt Bettina Fenk, Leiterin Betriebe und Service von Caritas Luzern, welche das Nextbike-Angebot in der Region Nidwalden/Luzern betreibt.

Vier Stunden kosten die Benutzer nichts. Für jede weitere Stunde bezahlt man zwei Franken. Die übrigen Kosten für Ausleihen, Wartung und Garagierung im Winter (die Saison dauert von Mitte März bis Ende November) übernehmen die Gemeinden. Reduziert werden diese Kosten durch die Vermietung der Werbeflächen auf den Nextbikes. Die Möglichkeit, dass man das Velo nicht an der Station zurückbringen muss, an der man es abgeholt hat, streicht Bettina Fenk als einen der Vorzüge von Nextbike hervor. «Die Leute schätzen es, dass sie mit dem Velo zur Arbeit fahren und auf dem Heimweg den Zug nehmen können, wenn es regnet.» Besonders beliebt sei die Pendlerstrecke Luzern–Stans – besonders bei schönem Wetter.

Doch bei den drei Nidwaldner Gemeinden alleine soll es nicht bleiben. Nach Stans, Hergiswil und Stansstad soll sich das Nextbike-Netz weiter ausdehnen. «Wir sind im Gespräch mit Buochs, Ennetbürgen, Beckenried und Wolfenschiessen. Sie sind sehr interessiert und teilweise auch von sich aus auf uns zugekommen», sagt Bettina Fenk. «Je lückenloser das Nextbike-Netz ist, desto attraktiver ist es für die Benutzer.» Sie rechnet damit, dass nächstes Jahr weitere Gemeinden dazukommen.

Auch mit Sarnen laufen Gespräche

Die Netzausdehnung soll sich aber nicht auf Nidwalden beschränken. Gut möglich, dass man sich ab nächstem Jahr auch in Sarnen als erste Obwaldner Gemeinde ein Nextbike-Velo schnappen kann. «Wir sind mit der Gemeinde in Kontakt.»

Noch muss man allein mit Muskelkraft treten. Man prüfe aber die Einführung von E-Bikes. Dafür brauche es Anpassungen an der Infrastruktur. Caritas-Mitarbeiter sorgen dafür, dass an den Stationen immer genug Velos zur Verfügung stehen. Dies erachtet Fenk als Stärke, mit der sich Nextbike von anderen Anbietern wie dem asiatischen Velo-Verleiher O-Bike abhebe, der seit Juli im Raum Zürich präsent sei.

Leute sollen für kurze Strecken das Velo nehmen

Die steigende Beliebtheit von Nextbike ist im Sinne des Kantons Nidwalden. «Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung. Je mehr Gemeinden mitmachen, auch ausserhalb Nidwaldens, desto attraktiver wird das Angebot», meint die Nidwaldner Kantonsingenieurin Stephanie von Samson. «Es ist im Sinne unserer Verkehrspolitik, wenn die Verkehrsteilnehmender für kurze Strecken zu Fuss gehen oder das Velo benutzen, das entlastet die Strassen.»

Mehr Veloabstellplätze würden sicherlich auch den Anteil der Velofahrer erhöhen, meint sie. Darauf sei auch das Agglomerationsprogramm Nidwalden ausgerichtet, das unter anderem den Langsamverkehr und somit Fuss- und Veloverkehr im Fokus habe. Themen seien beispielsweise Ausbau und Verbesserung des Velonetzes. Der Kontakt mit Nextbike läuft in der Regel zwar über die Gemeinden. Trotzdem beteiligt sich der Kanton direkt daran. Seine Angestellten dürfen die Leih-Velos 24 Stunden lang gratis nutzen. Dass nach vier Monaten bereits 160 Kantonsangestellte davon Gebrauch machen, wertet Stephanie von Samson als grossen Erfolg.

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