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NIDWALDEN: Getränke Lussi investiert kräftig

Grosse Pläne bei der Getränke Lussi AG: 20 Millionen Franken will man in ein neues Betriebs- und Produktionsgebäude in Oberdorf investieren.
Auf dieser Parzelle in Oberdorf soll das neue Produktionsgebäude entstehen. (Bild: Oliver Mattmann)

Auf dieser Parzelle in Oberdorf soll das neue Produktionsgebäude entstehen. (Bild: Oliver Mattmann)

Adrian Venetz

Die Getränke Lussi AG in Stans steht vor einem grossen Schritt in die Zukunft: Etwa 20 Millionen Franken will das Unternehmen in ein neues Betriebs- und Produktionsgebäude in Oberdorf investieren, davon allein rund 6 Millionen Franken in neue Produktionsanlagen. «Für uns ist das ein Meilenstein», sagt Inhaber Remigi Lussi. Das Baugesuch wurde im Amtsblatt vom 28. Januar publiziert. Die Genossengemeinde Stans hatte bereits im Frühling 2014 einem Baurechtsgesuch zugestimmt. Es handelt sich um eine rund 3200 Quadratmeter grosse, noch unbebaute Parzelle in Oberdorf. Sie liegt direkt an der Hauptstrasse, ungefähr in der Mitte zwischen dem kantonalen Polizeigebäude und der Kaserne Wil (Swissint), gleich neben der Holzverstromung der Genossenkooperation Stans.

Das 1959 gegründete Familienunternehmen ist derzeit an zwei Standorten tätig. Der markante Hauptsitz ist an der Stansstaderstrasse in Stans. Neben dem grossen Verkaufsladen befinden sich hier auch eine Mosterei, die Brennerei sowie alle Büros und Lagerräume. In Beckenried dem zweiten Standort – werden eine Abfüllanlage und die zweite Mosterei betrieben. Hier kommt beispielsweise der berühmte Beckenrieder Orangenmost in die Flaschen. Der Standort kam 2005 hinzu, nachdem Remigi Lussi die ehemalige Mosterei Käslin übernommen und damit vor der Schliessung bewahrt hatte.

Abfüllanlage wird verlegt

Was geschieht nun mit den Firmengebäuden der Getränke Lussi AG in Beckenried und Stans? Dazu Remigi Lussi: «Die Abfüllanlage in Beckenried wird verlegt und erneuert.» Sie sei technisch veraltet, allfällige Ersatzteile für Reparaturen liessen sich nicht mehr auftreiben. «Mit der neuen Anlage werden wir in der Lage sein, die heute vom Markt verlangten Flaschengebinde selber zu füllen.»

In Stans ist die Situation folgendermassen: Alle Produktions-, Lager- und Büroräume werden aufgegeben und künftig ebenfalls neu in Oberdorf eingerichtet. Denn gerade bei der grossen, rund 50-jährigen Lagerhalle am jetzigen Hauptsitz stünde ohnehin eine teure Sanierung an, erklärt Lussi.

Getränkemarkt bleibt erhalten

Aber: «Der grosse Getränkemarkt für die Kunden bleibt an der Stansstader­strasse erhalten», betont der Geschäftsführer. Am neuen Standort in Oberdorf ist ebenfalls ein Laden geplant, dies aber «eher im Sinne eines kleineren Ladens für den Direktverkauf».

Die Getränke Lussi AG hat bereits vor fünf Jahren mit der Planung eines neuen Betriebsgebäudes begonnen. Das erste Projekt hätte allerdings keinen Standortwechsel vorgesehen, sondern Neuinvestitionen am jetzigen Ort an der Stansstaderstrasse.

Weshalb nun trotzdem der Umzug? Remigi Lussi erklärt, dass ein mündlich vorgeprüftes Projekt für den Standort Stans praktisch reif gewesen sei für die Baueingabe. «Doch was mit den kommunalen und kantonalen Behörden am runden Tisch besprochen wurde, war auf einmal nicht mehr gültig.» Der Grund laut Lussi: Der mögliche Bau eines Kreisels bei der Ampel (Abzweigung Richtung Eichli) inklusive Busspur vertrug sich nicht mit den Bauplänen der Getränke Lussi AG. Auch seitens Gemeindewesen Hochbau hatte sich Lussi mehr Unterstützung erhofft. «Das war eine ziemlich mühsame Geschichte.»

Ideal gelegen

Nun aber blickt Remigi Lussi in die Zukunft: Der neue Standort in Oberdorf sei ideal. Er liege an einer wichtigen Verkehrsachse und nahe bei der Autobahn. «Wir glauben an den Standort Nidwalden. Und auch daran, dass regionale Eigenprodukte künftig weiterhin gefragt sind. Der Konsument will heute wissen, wie und wo die Lebensmittel hergestellt werden.» In Oberdorf werde deshalb der Fokus auf die «professionelle, hochstehende Herstellung von heimischen Produkten» gelegt.

Geplanter Baubeginn für das neue Betriebs- und Produktionsgebäude in Oberdorf ist im Herbst. Läuft alles wie gewünscht, könnte der neue Standort ab 2017 in Betrieb genommen werden.

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