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Nidwalden gibt grünes Licht für neue Zentralbahn-Züge

Die Beschaffung von neun Kompositionen für die Zentralbahn kostet rund 114 Millionen Franken. Sie sollen die pannenanfälligen ehemaligen Brünig-Züge ersetzen. Noch fehlen aber einige Zusagen.
Christian Glaus
Die Züge der ehemaligen Brünig-Bahn bereiten Probleme und sollen ab 2021 ersetzt werden. (Bild: Corinne Glanzmann, Kriens, 11. Dezember 2017)

Die Züge der ehemaligen Brünig-Bahn bereiten Probleme und sollen ab 2021 ersetzt werden. (Bild: Corinne Glanzmann, Kriens, 11. Dezember 2017)

Risse bei den Wagen, Getriebeschäden bei den Loks: Die ehemaligen Kompositionen der Brünig-Bahn müssen ersetzt werden (wir berichteten). Geplant ist, dass die Zentralbahn neun Züge von der Firma Stadler im Wert von rund 114 Millionen Franken beschafft. Es handelt sich um sieben Kompositionen des Typs Fink (dreiteilig) und zwei des Typs Adler (siebenteilig). Beide sind mit Zahnrädern ausgerüstet und können auf dem gesamten Streckennetz der Zentralbahn verkehren.

Wie der Kanton Nidwalden in einer Mitteilung schreibt, unterstütz der Regierungsrat die Beschaffung. Dies unter dem Vorbehalt, dass auch die übrigen Besteller – Bund sowie die Kantone Luzern, Bern und Obwalden – die Pläne unterstützen.

Neue Züge sind behindertentauglich

Mit der Beschaffung würden auf der Strecke Luzern-Engelberg künftig die gleichen Züge verkehren wie zwischen Luzern und Interlaken. «Diese haben sich bewährt», schreibt der Kanton Nidwalden in der Mitteilung. Die zusätzlichen Fink-Züge ersetzen alte, nicht behindertentaugliche Kompositionen und bilden die Voraussetzung für Angebotserweiterungen wie zum Beispiel den Halbstundentakt nach Engelberg.

Geplant ist, dass die Zentralbahn die neuen Triebzüge zwischen 2021 und 2024 beschafft. Bis dahin werden beim Luzern-Engelberg-Express weiterhin die pannenanfälligen ehemaligen Brünig-Züge eingesetzt. Definitiv ausgemustert werden diese erst per 2030. «Die Sicherheit für die Fahrgäste ist jederzeit sichergestellt», heisst es in der Mitteilung des Kantons Nidwalden weiter.

Investitionen sind aber nicht nur für die Beschaffung neuer Züge nötig: Die S-Bahn-Flotte des Typs Spatz erreicht 2020 die Mitte ihres Lebenszyklus. Damit die Züge bis ans Ende der voraussichtlichen Nutzungsdauer im Jahr 2032 zuverlässig und kostengünstig betrieben werden können, sind der Ersatz von Komponenten und Systemen sowie substanzerhaltende Arbeiten zwingend. Die Massnahmen an zehn Spatz-Triebfahrzeugen sind zwischen 2023 und 2026 vorgesehen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 15,8 Millionen Franken.

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