NIDWALDEN: Grosser Pendenzenberg für die Kesb

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde arbeitet seit einem Jahr. Überrascht hat die hohe Anzahl an Neumeldungen.

Martin Uebelhart
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Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden: «Die Mitarbeitenden der Kesb haben gute Arbeit geleistet.» (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden: «Die Mitarbeitenden der Kesb haben gute Arbeit geleistet.» (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) löste auf den 1. Januar 2013 die Vormundschaftsbehörden der Gemeinden ab. Notwendig war der Aufbau der neuen Behörde, weil der Bund das Kindes- und Erwachsenenschutzrecht revidiert hat. Die Mitarbeitenden der Kesb hätten gute Arbeit geleistet, sagt Gesundheits- und Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden (FDP) im Gespräch mit der Neuen Nidwaldner Zeitung. Das Team habe sich erfolgreich organisiert, Prozessabläufe seien geklärt und Schnittstellen geregelt worden.

Überrascht hätte einzig die hohe Anzahl an Neumeldungen. Ein Phänomen, mit dem alle neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden der Schweiz umgehen müssten. Anstatt der geplanten 390 Fälle hat die Kesb Ende 2012 556 Fälle übernommen. Bis im vergangenen Oktober stieg diese Zahl auf 926.

Im November 2013 hat der Nidwaldner Landrat 150 zusätzliche Stellenprozente auf zwei Jahre für die Kesb gesprochen. «Im Verlauf der kommenden Jahre wird sich der tatsächliche Stellenbedarf der Kesb zeigen. Heute gehen wir davon aus, mit den befristeten 150 Stellenprozenten eine klare Entspannung der Situation herbeiführen zu können.»