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NIDWALDEN: Grünes Licht für Halle im Grünen

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Die Regierung holt beim Landrat einen 11-Millionen-Kredit für eine dreistöckige Halle südlich des Waffenplatzes Wil ab. Trotz dem Ja erntet sie erneut Kritik. Es gebe bis zur Volksabstimmung noch einiges zu tun, so der Tenor.
Die Halle soll auf der Wiese links vom bestehenden Kasernenareal zu stehen kommen (linker Bildrand). (Bild: PD)

Die Halle soll auf der Wiese links vom bestehenden Kasernenareal zu stehen kommen (linker Bildrand). (Bild: PD)

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Wegen vieler offener Fragen und Unmut über die hohen Kosten – es geht um einen Kantonsanteil von 11 Millionen Franken – wies der Landrat vor Jahresfrist das Projekt noch zurück. Seit Mittwoch nun steht fest: Der Kanton und die Armee, welche die restlichen 9 Millionen Franken beisteuern wird, haben die Rückendeckung des Kantonsparlaments. Mit 42 zu 12 Stimmen bei 3 Enthaltungen erteilte dieses im zweiten Anlauf grünes Licht für das Vorhaben, mit dem mehrere Bedürfnisse unter einen Hut gebracht werden sollen. Das letzte Wort hat aber das Stimmvolk. Die Abstimmung ist für den 23. September vorgesehen.

Konkret geht es um eine dreigeschossige Halle südlich des Waffenplatzes Wil in Oberdorf, die primär als Ersatz von Einstellmöglichkeiten dient, welche die Armee wegen neuer Eigentumsverhältnisse auf dem Flugplatz Buochs verliert. Zudem entstehen Räume für die Sanitätsausbildung der Swissint, Büros für den Kanton, die neue Retablierungsstelle anstelle des Zeughauses und eine Tiefgarage auch mit öffentlichen Parkplätzen.

Bedenken noch nicht aus dem Weg geräumt

«Gut Ding will Weile haben», sagte Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser zur Entstehungsgeschichte. «Wir haben uns nochmals die Frage der Verhältnismässigkeit und der Raumoptimierung gestellt und andere Varianten erarbeitet», fuhr sie fort, «doch nur mit dem ursprünglichen Projekt werden alle Ziele wunschgemäss erreicht.» Als «zweckmässig» bezeichnete sie das Gebäude und als «Meilenstein in der Zusammenarbeit mit der Armee». Der Bau führe nicht nur zu effizienteren Abläufen der militärischen Aufgaben, sondern auch zu einer langfristigen Sicherung der Partnerschaft mit dem Bund und der Swissint.

Die vorberatenden Kommissionen standen dem Projekt mehrheitlich positiv gegenüber, die Finanzkommission gar einstimmig. «Der Waffenplatz Wil ist einer der modernsten der Schweiz und weist eine sehr gute Auslastung auf. Mit der Integration der neuen Halle wird diese Stellung noch gestärkt», so Kommissionssprecher Stefan Bosshard (FDP, Oberdorf). Namens seiner Fraktion sagte er: «Wenn man schon investiert, dann soll man den Mut zu einer langfristigen und gesamtheitlichen Lösung haben.» Doch auch wenn für die Liberalen die Vorteile überwiegen, seien gewisse Bedenken nicht von der Hand zu weisen. «Braucht es eine Lagerhalle im Minergiestandard mit vielen Fenstern? Könnte die Landfläche nicht für mehr Arbeitsplätze und eine höhere Wertschöpfung genutzt werden», stellte Bosshard seine Fragen in den Raum.

Wertschöpfung mehrmals in Frage gestellt

Wie schon im Vorjahr sprach die CVP der Regierung ihre volle Unterstützung aus. «Die Partnerschaft mit der Armee ist nach wie vor ein Gewinn für den Kanton», äusserte sich Martin Blättler (Hergiswil). Abgesehen von seiner Partei schimmerten aber die gespaltenen Meinungen anderer Fraktionen durch. Mit Blick auf die Kosten meinte Niklaus Reinhard (FDP, Hergiswil): «Es stehen einige Projekte an, die ich als wichtiger einstufe.» Parteikollege Sepp Durrer (Wolfenschiessen) setzte noch einen drauf: «Wenn der Bund kommt, schmeisst man förmlich mit Geld und Land um sich.» Dabei sei die Wertschöpfung gering und überhaupt nicht sicher, dass die Swissint für ewig bleibe. Walter Odermatt (SVP, Stans) missfiel, dass es «leider immer noch offene Punkte hat». So seien die Erschliessungskosten noch unklar, ebenso, was mit dem heutigen Zeughaus in Zukunft gehen werde – mit allfälligen Folgekosten für den Kanton. «Wir müssen uns vor Augen halten, dass noch viel Aufklärungsbedarf vorhanden ist bis zur Volksabstimmung», appellierte Odermatt an seine Ratskollegen.

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