NIDWALDEN: Grundstufe stösst auf Ablehnung

Im Kanton soll die Möglichkeit, Kindergarten und erste Klasse der Primarstufe zusammenzuführen – in der so genannten Grundstufe – im Gesetz verankert werden. Gemeinden, Verbänden und Parteien verwerfen die Vorlage.

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Der Nidwaldner Regierungsrat will Kindergarten und 1. Klasse zusammenführen (Symbolbild Keystone).

Der Nidwaldner Regierungsrat will Kindergarten und 1. Klasse zusammenführen (Symbolbild Keystone).

Von 23 Gemeinden, Verbänden und Parteien im Kanton Nidwalden haben sich 22 gegen das Angebot Kindergarten oder Grundstufe ausgesprochen. Sie schlagen in ihren Stellungnahmen vor, dass auch das Modell der Basisstufe (2 Jahre Kindergarten und die ersten 2 Jahre der Primarschule) als Modell zugelassen werden sollte.

Gegen Mundart im Kindergarten

Das Gesetz sieht vor, dass die Unterrichtssprache im Kindergarten grundsätzlich Mundart ist. Dreiviertel der Befragten sprechen sich gegen eine Änderung des bestehenden Artikels zur Regelung der Unterrichtsprache, aus mit dem Argument, die bestehenden Hinweise zur Verwendung des Hochdeutsch im Kindergarten vom Amt für Volksschulen und Sport sei genügend relevant und praxistauglich.

Gegen fixe Klassengrösse

Auch die Vorlage, eine Untergrenzung auf 15 und die Obergrenzung auf 24 Schüler festzusetzen, lehnen die Vernehmlassungsteilnehmer mit Zweidrittelsmehr ab. Als entscheidendes Kriterium müsse viel eher eine Definition des Lehrerpensums pro Schüler angesehen werden, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Donnerstag.

Befragung bei den Gemeinden

Der Regierungsrat stellt fest, dass seine Vorschläge keine Akzeptanz finden. Die vielen Voten für eine Basisstufe erstaunen die Nidwaldner Regierung, zumal dieses Mal gar nicht zur Vernehmlassung stand. Die Regierung wird nun eine Nachbefragung bei den Gemeinden durchführen. Dort soll sich zeigen, ob die bisherige Regelung mit dem zweijährigen Kindergarten beibehalten oder die Basisstufe gesetzlich verankert werden soll.

pd/rem