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NIDWALDEN: Härter als der Staatsanwalt

Das Kantonsgericht Nidwalden hat in einem Fall von Beschimpfung ein wesentlich härteres Urteil gefällt, als die Staatsanwaltschaft beantragte.
Blick in einen Gerichtssaal im Kantonsgericht Nidwalden. (Symbolbild: NZ)

Blick in einen Gerichtssaal im Kantonsgericht Nidwalden. (Symbolbild: NZ)

Im Fall des Rentners (66) aus Stans, der in der Tiefgarage einen Mitbewohner aufs Übelste beschimpft (Ausgabe vom 27. Januar) und ihn leicht verletzt hatte, beantragte Staatsanwalt Erich Kuhn eine Busse und zusätzlich eine Gebühr von insgesamt 900 Franken sowie eine bedingte Geldstrafe von 800 Franken.

Doch statt das Geld zu zahlen, gelangte der Mann ans Kantonsgericht und geriet vom Regen in die Traufe. Einzelrichterin Corin Brunner beliess die Busse bei 500 Franken, erhöhte die Geldstrafe aber von 800 Franken auf 1300 Franken, und das unbedingt, weil er noch vorbestraft ist, da er schon früher seine Tochter mit einem Faustschlag verletzte. Im neuesten Fall kommen dazu noch Ermittlungs- und Untersuchungs- sowie Gerichtskosten von total 1600 Franken.

Insgesamt muss der Rentner, der selbst im Gerichtssaal mit Beschimpfungen gegen die Justiz aufwartete, total 3400 Franken zahlen. Er selber beantragte Freispruch. Das Urteil kann noch ans Obergericht gezogen werden, wo noch sein Ausschluss aus der Stockwerkeigentümer-Gemeinschaft hängig ist. (KL)

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