NIDWALDEN: Handzeichen bleiben wohl noch lange

Die elektro­nische Abstimmung im Land­rat scheint Zukunftsmusik zu bleiben. Das Landratsbüro empfiehlt, ein Postulat dafür abzulehnen.

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Im Urner Landrat wird seit Sommer 2012 elektronisch abgestimmt. (Bild Urs Hanhart)

Im Urner Landrat wird seit Sommer 2012 elektronisch abgestimmt. (Bild Urs Hanhart)

Das Ansinnen des Oberdorfer CVP-Landrats Joseph Niederberger, künftig elektronisch über Landratsgeschäfte abzustimmen, stösst beim Ratsbüro auf wenig Gehör. Es beantragt, das Postulat an der Sitzung vom 17. Dezember abzulehnen. Der Stanser SVP-Landrat Walter Odermatt, derzeit Ratspräsident und somit Präsident des Landratsbüros, erachtet die Installation einer solchen Anlage im aktuellen Landratssaal nicht als sinnvoll. Auch die Kosten - rund 200 000 Franken - sprächen dagegen.

«Ich habe Verständnis, dass solche Investitionen im Moment nicht erste Priorität haben. Anderseits wird man immer mit den Finanzen argumentieren können. Der Zeitpunkt für solche Anschaffungen ist nie gut», meint Joseph Niederberger. Er ist überzeugt, dass eine elektronische Abstimmung den Ratsbetrieb erheblich vereinfachen würde, «zumal es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen beim Auszählen von Hand gekommen ist.»

red