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NIDWALDEN: Hans Wicki: «Es war eine gute Zeit»

Seit heute ist Hans Wicki nicht mehr Baudirektor. Gestern schaute er auf seine sechs Jahre im Nidwaldner Regierungsrat zurück.
Martin Uebelhart
Hans Wicki lässt sein Amt Revue passieren und die Landschaft des Engelbergertals an sich vorbeiziehen. (Bild Martin Uebelhart)

Hans Wicki lässt sein Amt Revue passieren und die Landschaft des Engelbergertals an sich vorbeiziehen. (Bild Martin Uebelhart)

Martin Uebelhart

Hans Wicki hat sich eine Fahrt in der Zentralbahn von Stans nach Engelberg und zurück ausgesucht für seinen zweitletzten Termin als Nidwaldner Regierungsrat: eine Tour d’Horizon über seine Amtszeit.

«Es war eine gute Entscheidung, vor sechs Jahren die Politik zum Hauptamt zu machen», sagt er, während die Landschaft vor dem Fenster vorbeizieht. «Es war eine gute Zeit», betont er. «Nicht zuletzt, weil die Arbeit in der Exekutive und im Besonderen in der Baudirektion meinem Naturell entgegenkommt. Ich will etwas machen, ein Problem anpacken, lösen.» Und: «Die Themen in der Baudirektion sind manchmal auch mit Emotionen verbunden. Es geht um Strassen, Brücken oder sonstige Bauwerke.» Wie zum Beispiel den Flugplatz Buochs. «Das war ein sehr interessantes Projekt und sehr emotional. Ich bin froh, dass es fertig ist.» Ende Sommer soll die Regierung das Geschäft verabschieden, dann kommt es in den Landrat. Wicki verhehlt nicht, dass er das gerne noch selber im Parlament vertreten hätte. «Doch – auch das habe ich gelernt – es bringt nichts, wenn man in der Politik hetzen will.»

Grundsätzlich sei er im Landrat relativ gut weggekommen, sagt er. «Manchmal musste ich für meine Geschäfte kämpfen, aber das ist ja auch gut so», meint er. Geschäfte wie die Wiesenbergstrasse, bei der es Überzeugungsarbeit gebraucht habe, in 25 Jahren 40 Millionen Franken auszugeben. Oder das neue Baugesetz, das jetzt in den Gemeinden umgesetzt wird: «Es war spannend, nach der seinerzeitigen Ablehnung an der Urne ein völlig neues Gesetz zu erarbeiten.»

Wermutstropfen Agglo-Programm

Einen Wermutstropfen ortet er in seiner Amtszeit dann doch: «Es ist mir nicht gelungen, herüberzubringen, was das Agglomerationsprogramm genau ist.» Landrat und Gemeinden hätten die Chancen noch nicht genügend erkannt, die dieses Instrument biete, sagt Wicki. Sie hätten Angst bekommen, jetzt wolle die Regierung das alles umsetzen. Und entsprechend seien Widerstände entstanden. «Mit dem Programm können wir die Probleme aufzeigen, die in Bereichen wie Verkehr, Siedlungsentwicklung oder Landschaft auf uns zukommen», hält er fest. Wenn man etwa ein weniger starkes Wachstum des Kantons wolle, müsse man auch bereit sein, entsprechende Ziele und Massnahmen zu formulieren. «Denn heute wächst Nidwalden stärker als die im Programm festgeschriebenen 12 Prozent», so Wicki. Er glaubt, dass der Mechanismus des Agglomerationsprogramms nun doch langsam bei den Entscheidungsträgern ankomme.

In seiner Amtszeit habe er in der Regierung vor und nach den Wahlen 2014 zwei Konstellationen erlebt. «Nach einer gewissen Findungsphase haben wir gute Zugänge gefunden und gut zusammengearbeitet», sagt er.

Reorganisierte Direktion

Vollständig reorganisiert hat Wicki seit seinem Amtsantritt die Baudirektion. Kaum ein Stein sei auf dem anderen geblieben. Wichtig sei ihm gewesen, die Mitarbeitenden in den Umbau der Organisation einzubinden. «Ich denke, ich übergebe meinem Nachfolger Sepp Niederberger eine gut aufgestellte Direktion, die die Herausforderungen der kommenden 10 bis 15 Jahre meistern kann.»

Eine gute Stunde später hält der Luzern-Engelberg-Express wieder in Stans. Hans Wicki steigt aus dem Zug und geht zu seinem letzten Termin als Nidwaldner Baudirektor.

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