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NIDWALDEN: Haus für Lehrlinge kappt Verbindung zur Kirche

Jugendliche aus der ganzen Schweiz wohnen im Haus für Lehrlinge in Stans. Neu gehört es einem Verein. Die Abspaltung von der Kirche sei unkompliziert verlaufen, sagt der Präsident.
Drei junge Lehrlinge in einem Zimmer des Stanser Lehrlingshauses. (Bild: Corinne Glanzmann (1. September 2015))

Drei junge Lehrlinge in einem Zimmer des Stanser Lehrlingshauses. (Bild: Corinne Glanzmann (1. September 2015))

Wer für eine Lehrstelle in Nidwalden von weither anreisen muss, findet im Haus für Lehrlinge in Stans ein Zuhause. Das ist seit 53 Jahren so – «und das wird auch so bleiben», sagt Verwalter Charly Kuhn. Im Hintergrund hat sich dagegen einiges verändert: Das Haus an der Rotzhalde gehört neu nicht mehr der Kirche, sondern dem Verein Haus für Lehrlinge. Mit Vertrag vom November wurden Vermögen und Gebäude des Lehrlingshauses dem Verein überschrieben. Bis es so weit war, mussten einige Vereine und eine Stiftung rechtlich hin- und hergeschoben werden.

Kuhn, neu Präsident des Vereins Haus für Lehrlinge, erklärt: «Vor zwei Jahren wurde der Gesellenverein Stans aufgelöst, der zusammen mit dem Haus für Lehrlinge Teil der kirchlichen Stiftung Katholisches Gesellenhaus Stans war.» Ziel des nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten Gesellenvereins war es, Handwerksgesellen und Arbeitern Unterhaltung und Geselligkeit zu bieten. Zweck der kirchlichen Stiftung war wiederum, den Gesellenverein und seine Mitglieder zu fördern. «Heute besteht das Bedürfnis nach einem kirchlichen Arbeiterverein jedoch kaum mehr», sagt Kuhn. «Nach der Auflösung des Gesellenvereins kann nun die kirchliche Stiftung ihren Zweck nicht mehr erfüllen und muss daher ebenfalls aufgelöst werden.»

Doch was sollte aus dem ebenfalls zur Stiftung gehörenden Haus für Lehrlinge werden? Die Antwort darauf lieferte der bereits bestehende Gönnerverein «Freunde Gesellenhaus und Haus für Lehrlinge». Er wurde mit einer Totalrevision der Statuten zum Verein Haus für Lehrlinge Stans.

Die Nachfrage ist sehr gut

Was jetzt noch fehlte, war ein Vorstand. Die bisherigen Mitglieder der Kommission Haus für Lehrlinge innerhalb der kirchlichen Stiftung erklärten sich unter der Leitung von Charly Kuhn allesamt zur Weiterarbeit im Verein bereit. «Die Abspaltung des Hauses für Lehrlinge verlief so sehr umkompliziert, da die Kommission dessen Verwaltung schon immer weitgehend selbstständig und mit eigener Rechnung geführt hatte», erklärt Kuhn.

Für den Betrieb und die Lehrlinge ändere sich daher nichts. 12 Lehrlinge zwischen 16 und 20 Jahren leben momentan im Haus unter der Aufsicht von «Schlummermutter» Daniela Buschor. Sie kommen aus Graubünden, Bern, gar aus Liechtenstein. Finanziert wird das Lehrlingsheim durch die Beiträge der Eltern und durch Spenden. «Die Nachfrage ist sehr gut», sagt Kuhn. «Wir werden das Lehrlingshaus sicher noch einige Jahre weiterführen.»

Und was passiert mit dem Stanser Gesellenhaus? Bereits heute wird das Haus oberhalb der Pfarrkirche für Schul- und Familienlager vermietet. «Auch hier sucht man eine neue Trägerschaft», meint Kuhn. «Die beiden Häuser werden jedoch künftig getrennt geführt.»

Franziska Herger

franziska.herger@nidwaldnerzeitung.ch.

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