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NIDWALDEN: Heiligabend gemeinsam feiern

Einsam an Heiligabend? Das muss nicht sein. Die katholische und die evangelisch-reformierte Kirche laden erstmals zur offenen Weihnachtsfeier. Willkommen sind auch Konfessionslose und Weihnachtsmuffel.
Matthias Piazza
Weihnachtsfeier für alleinstehende Menschen im Pfarreiheim Sursee (2010). (Archivbild: Nadia Schärli)

Weihnachtsfeier für alleinstehende Menschen im Pfarreiheim Sursee (2010). (Archivbild: Nadia Schärli)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Der Lebenspartner ist verstorben, zu den Kindern ist schon vor Jahren der Kontakt abgebrochen, Geschwister gibt es nicht: Die Gründe, warum jemand Weihnachten unfreiwillig alleine verbringen muss, können zahlreich sein. Genau hier setzen die katholische und die evangelisch-reformierte Kirche Nidwalden an. Erstmals veranstalten sie an Heiligabend eine offene Weihnachtsfeier im Gemeinschaftsraum der reformierten Kirche in Stans – mit allem, was dazugehört: Essen, Weihnachtsgeschichte, Musik.

«Eingeladen sind alle, die Weihnachten nicht alleine verbringen wollen, egal ob jung oder alt, arm oder reich, Fromme oder Zweifler, Weihnachtsmuffel, Katholiken, Reformierte, Gläubige anderer Religionen oder auch Kirchenferne», sagt Mirjam Würsch von der Fachstelle der katholischen Kirche Nidwalden. Der Anlass werde bewusst weltlich gehalten, sprich ohne integrierten Gottesdienst. «Wer aber will, kann abends um 10 Uhr den Gottesdienst in den Pfarreien besuchen.»

Sie sei überzeugt, dass das Bedürfnis nach einem solchen Anlass bestehe, meint Würsch mit Blick über die Kantonsgrenze hinaus. «In Uri besuchen jeweils rund 40 Personen eine solche Weihnachtsfeier, und auch in den Luzerner Pfarreien sind solche Anlässe sehr etabliert, mit bis zu 100 Teilnehmern.» In der heutigen individualisierten Gesellschaft gebe es viele einsame Menschen, die den Heiligabend nicht alleine verbringen wollten. Da man sich noch bis am 22. Dezember anmelden könne, sei es schwer abzuschätzen, wie viele Leute von dem Gratisangebot Gebrauch machen werden. Würsch rechnet mit rund einem Dutzend. «Das Angebot muss sich erst richtig etablieren. Mit den Jahren dürfte der Anlass an Bekanntheit und damit auch an Besuchern gewinnen.»

Möglich dank zusätzlicher Stelle und sechs Freiwilligen

Natürlich habe sich die Gesellschaft nicht über Nacht gewandelt, sagt Würsch. Doch aus personellen Gründen sei es bisher nicht möglich gewesen, eine solche Feier auf die Beine zu stellen. «Unsere Seelsorgenden und Katecheten in den Pfarreien sind an Heiligabend mit den Weihnachtsgottesdiensten beschäftigt.» Dies hat sich nun mit der Anfang dieses Jahres geschaffenen zusätzlichen Stelle für den Bereich Diakonie geändert, der von der Sozialarbeiterin Würsch geführt wird. Ein Problem sei es nicht gewesen, sechs Freiwillige für den Anlass zu engagieren. «Sie helfen gerne mit. Sie wollen bewusst diesen Abend anders gestalten als gewöhnlich», versichert Mirjam Würsch dankbar.

In Obwalden kenne man bis jetzt kein solches Angebot, das von den Kirchen organisiert wird, teilte die reformierte Kirche Obwalden auf Anfrage mit. Und weiter: «Das Projekt offene Weihnachtsfeier ist interessant, und es ist durchaus vorstellbar, in diese Richtung aktiv zu werden.»

Hinweis

Offene Weihnachtsfeier der Kirchen Nidwalden: Heiligabend, 18.30 Uhr, Gemeinschaftsraum der reformierten Kirche Stans, Buochserstrasse 16. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis 22. Dezember: 041 610 84 11, mirjam.wuersch@kath-nw.ch, oder über 041 610 21 16, silke.petermann@nw-ref.ch.

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