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Nidwalden: Hier gibt's Sicherheitstruppen zum Anfassen

Wie die Rettungskräfte in Ausnahmesituationen gefragt sind, demonstrieren Polizei, Feuerwehr, Armee und andere Organisationen an zwei Tagen in Oberdorf. Derweil ist der Kanton daran, seine Notfallplanung zu erweitern.
Oliver Mattmann
Vor vier Jahren führte Swissint einen Öffentlichkeitsanlass durch. Dabei wurden realitätsnahe Szenarien nachgestellt. (Bild: PD)

Vor vier Jahren führte Swissint einen Öffentlichkeitsanlass durch. Dabei wurden realitätsnahe Szenarien nachgestellt. (Bild: PD)

Auch wenn unsere Region nur äusserst selten von Katastrophen betroffen ist – im Ernstfall müssen die Sicherheitsorganisationen gewappnet sein. Realitätsnahe Übungen und eine laufende Überprüfung der Abläufe unter den Einsatzkräften sind nur einige Elemente davon. Auch sie fliessen in die Notfallplanung des Kantons ein.

Nun soll diese um ein Kapitel erweitert werden: sogenannte Notfalltreffpunkte. «Es handelt sich um Standorte für die Bevölkerung, die vor einer Ereignissituation in jeder Gemeinde festgelegt werden», erklärt Martin Dudle, Chef des kantonalen Führungsstabs. Das wohl meistgenannte Szenario dafür: ein starkes Erdbeben mit hohem Schadenpotenzial, das sämtliche Kommunikationskanäle, auch jene der Notfallorganisationen, lahmlegt. Die Bevölkerung wäre in einem solchen Fall aufgefordert, sich zum vordefinierten Treffpunkt zu begeben. «Wir stecken noch in der Projektphase, haben aber bereits von allen Gemeindeführungsstäben entsprechende Standortvorschläge erhalten», so Dudle weiter. Dabei mussten verschiedene Kriterien beachtet werden, unter anderem, dass der Sammelpunkt nicht abgelegen, sondern sehr zentral liegt und eine grosse Anzahl Menschen aufnehmen kann. Es müsse möglich sein, eine provisorische Einsatzbasis mit Zelten aufzustellen, wo im Bedarfsfall etwa Einteilungen für die weitere Evakuierung vorgenommen werden können.

Anlass soll Interesse wecken

Bei einem Erdbeben wäre nicht zuletzt der Zivilschutz ein erstes Einsatzelement. «Das Aufgabengebiet der Zivilschützer hat sich gewandelt. Wir verfügen über eine sehr schlagkräftige, effiziente Truppe», zeigt sich Martin Dudle, gleichzeitig Leiter Amt für Militär und Bevölkerungsschutz Nidwalden, stolz. Er glaubt, dass in den Köpfen vieler Leute veraltete Bilder zum Zivilschutz vorherrschen. Das will man am kommenden Freitag und Samstag ändern. Zusammen mit weiteren Notfallorganisationen wie Feuerwehr, Polizei oder Ambulanz gewährt der Zivilschutz auf dem Kasernenareal in Oberdorf der Bevölkerung einen Einblick in seine Arbeit (siehe Kasten).

Der Standort ist nicht zufällig gewählt. Denn am Ursprung der beiden Tage der offenen Tür steht das dort angesiedelte Kompetenzzentrum Swissint. Bereits vor vier Jahren führte das nationale Einsatzführungskommando aller militärischen Friedensförderungseinsätze der Schweiz einen ähnlichen Öffentlichkeitsanlass durch. Nun habe man kantonale Partnerorganisationen ins Boot geholt, um Synergien zu nutzen, sagt Swissint-Mediensprecherin Tabea Rüdin. «Wir wollen dem Publikum aufzeigen, dass wir Leute für ganz unterschiedliche Aufträge rekrutieren, ausbilden und begleiten, etwa UNO-Missionen in Afrika. Die meisten kennen uns vor allem wegen des Einsatzes im Kosovo», so Rüdin weiter.

Man erhoffe sich mit der zweitägigen Veranstaltung, beim einen oder andern auch Interesse zu wecken, sich später für einen der Friedensförderungseinsätze zu melden.

Vorführungen, Heli-Überflüge und Liveschaltungen

Den Besuchern wird an den beiden Tagen der offenen Tür ein reichhaltiges Programm geboten. Neben den kantonalen Sicherheitsorganisationen und der Armee sind beispielsweise auch die Rega, Securitas oder das Elektrizitätswerk präsent. Höhepunkte dürften die realitätsnahen Vorführungen des Swissint sein. Bei diesen wird demonstriert, wie man sich in Krisengebieten verhält und wie die sogenannten Peacekeeper ausgebildet werden. Aktuell leisten rund 270 Frauen und Männer auf vier Kontinenten einen Beitrag zum Frieden. Um mehr über deren Alltag zu erfahren, werden Liveschaltungen in verschiedene Einsatzgebiete aufgebaut. Aber auch die Militärpolizei zeigt ihre Arbeit mit den Diensthunden und ein Spezialkommando, wie es mit Robotern gelingt, Kampfmittel zu zerstören. Ferner heben Helikopter der Armee und der Rega ab. (om)

Tage der offenen Tür – «Von Nidwalden in die Welt: Sicherheit und Friedensförderung», Kasernenareal Wil: Freitag, 19. Oktober, 13 bis 19 Uhr sowie Samstag, 20. Oktober, 9 bis 16 Uhr. Mehr Informationen: www.nw-welt.ch

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