NIDWALDEN: Hohe Offiziere zeigen sich begeistert von Nidwalden

Die Sicherheit der Schiessanlagen, die Reduktion des Armeebestandes und das Eidgenössische Schützenfest 2015 standen im Mittelpunkt der ESO-Konferenz.

Franz Odermatt
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Zufriedene OK-Mitglieder nach gelungenem Grosseinsatz: Oberst i Gst Hans Wyrsch, Kreiskommandant Urs Imboden, und ESO-Chef Fritz Lier (von links). (Bild Franz Odermatt)

Zufriedene OK-Mitglieder nach gelungenem Grosseinsatz: Oberst i Gst Hans Wyrsch, Kreiskommandant Urs Imboden, und ESO-Chef Fritz Lier (von links). (Bild Franz Odermatt)

Nach über 20 Jahren tagten die Eidgenössischen Schiessoffiziere (ESO) wieder einmal in Nidwalden: Der Waffenplatz Wil/Oberdorf mit dem Kompetenzzentrum der Swissint bot vom 14. bis 16. Januar die Infrastruktur für die Arbeitstagungen und für die abschliessende Plenarkonferenz. Gegen 100 Personen aus Militär, Politik und Wirtschaft interessierten sich für die wichtigsten Neuerungen und Vorschriften im ausserdienstlichen Schiesswesen.

Neuerungen aufgegleist

Divisionär Fritz Lier, Chef der ESO, informierte, dass ein Antrag auf Herabsetzung der Altersgrenze auf 15 Jahre für die Jungschützenkurse in Vorbereitung sei. Aufatmen können die Pistolenschützen, weil die Pistolenmunition Kaliber 7,65 weiter produziert werde. Korpskommandant Dominique Andrey stellte die Sicherheit der Schweiz in den Vordergrund seiner Ausführungen. «Wer weiss schon, dass vor genau 200 Jahren der Schweiz die bewaffnete Neutralität von den umliegenden Ländern aufgezwungen worden ist?» Heute sei die Sicherheit komplexer denn je geworden, führte der höchste anwesende Armeeangehörige aus. Durch die Auflösung der Reserve-Einheiten, durch die Verkleinerung der Bataillone und Kompanien und durch die Verkürzung der Dienstzeit wolle und könne man die Armee auf den gewünschten Bestand von gegen 100 000 Soldaten reduzieren.

Ohne Versicherung kein Schiessen

Freude hatten die Schiessoffiziere an den Grussadressen von Regierungsrat Alois Bissig, Dora Andres, Präsidentin Schweizer Schiesssportverband, und Kantonalschützenpräsident Max Ziegler. Alle lobten die wichtige Kontrolltätigkeit der ESO über die Hunderte von Schiessanlagen. Dass immer noch auf nicht bewilligten Anlagen, besonders auf kleinen Indoor-Ständen, geschossen wird, bedauerte Geschäftsführer Hansruedi Liechti von der Unfallversicherung der Schweizer Schützen. Diese Schützen seien ohne Versicherungsschutz. «Wir haben den bisherigen Schutz für die Schützen sogar erweitert und bieten neu eine Rechtsschutzversicherung.»

Urs Weibel vom OK des Eidgenössischen Schützenfestes 2015 im Wallis nutzte die Gelegenheit, um für die Unterstützung durch Armee und Zivilschutz zu danken. In Raron sei man für den Grossaufmarsch der Schützen im Sommer 2015 «auf Kurs». Erwartet werden 40 000 Teilnehmer.

Nidwaldner Rahmenprogramm

Nicht nur von der Nidwaldner Bergwelt zeigten sich die ESO begeistert. Bleibenden Eindruck hinterliess die Besichtigung der Pilatus-Flugzeugwerke und der Hergiswiler Glasi. «Die Leistungen der ‹Pilatus› sind schlichtweg grossartig. Sie ist das Aushängeschild der Nidwaldner Wirtschaft», so ESO-Chef Fritz Lier.