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NIDWALDEN: In 85 Minuten von Stans nach Lugano

Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels bringt markante Verbesserungen auch für Ob- und Nidwalden – sowohl für Touristen wie für Pendler.
Sowohl die Postautos wie auch die Zentralbahn beförderten 2014 massiv mehr Passagiere. (Bild Robert Hess)

Sowohl die Postautos wie auch die Zentralbahn beförderten 2014 massiv mehr Passagiere. (Bild Robert Hess)

Kurt Liembd

Die neuen Fahrzeiten sind eindrücklich, welche Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn, an der jährlichen Verkehrskonferenz Nidwalden präsentierte. Denn mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2016 verkürzt sich nicht nur die Reisezeit von Uri ins Tessin, sondern noch mehr von Nidwalden/Obwalden nach Uri und ins Tessin. Dies deshalb, weil zwischen Stans/Sarnen und Altdorf eine schnelle Buslinie eingerichtet werden soll, die zudem eine höhere Frequenz aufweist.

Renato Fasciati hat für die Reise folgende Fahrzeiten ausgerechnet: Von Stans nach Lugano 1:25 Stunden, von Sarnen nach Lugano 1:38 Stunden. Zum Vergleich: Heute braucht man mit dem öffentlichen Verkehr von Stans nach Lugano 3:06 Stunden.

Die neuen Fahrzeiten bringen sogar Automobilisten ins Staunen, denn für eine durchschnittliche Fahrt mit dem Auto von Stans nach Lugano braucht man 1:46 Stunden, von Sarnen gar 1:57 Stunden – also länger als die Zugpassagiere.

Der neue Winkelriedbus

Weiter erklärte Fasciati, das noch vor Eröffnung des Basistunnels, zwischen Stans und Altdorf eine neue Verbindung entstehen soll, der sogenannte Winkelriedbus. Der Unterschied zum heutigen Bus, der zwischen Beckenried und Flüelen verkehrt, liegt darin, dass der Winkelriedbus nicht nur auf Touristen, sondern auch auf Pendler zwischen Ob-/Nidwalden nach Uri und umgekehrt ausgerichtet sein wird. Denn der heutige Bus, der zwischen Beckenried und Flüelen verkehrt, ist ungenügend ausgelastet. Beat Wiget, Leiter Postauto Region Zentralschweiz, erwähnte noch andere Postautolinien in Nidwalden, die schlecht ausgelastet sind, nämlich Stans–Büren und Wolfenschiessen–Oberrickenbach. Gut ausgelastet und mit Tendenz nach oben sind hingegen die Postautolinien St. Jakob–Mueterschwandenberg, Stansstad–Bürgenstock, Stans–Stansstad und Stans–Seelisberg.

Interessant ist ein Blick auf die Zahlen der Postautolinien im Kanton Nidwalden. Im Jahr 2014 verzeichneten die Postautos in Nidwalden total 1,71 Millionen Reisende, das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr und 14 Prozent mehr als im Jahr 2010. Bemerkenswert sind auch die Fahrgastzahlen der Postautos von Stans via St. Jakob und Sand nach Sarnen. Auf dieser Linie fuhren 2014 rund 393 000 Personen (plus 8,6 Prozent gegenüber 2013).

Zentralbahn prosperiert weiter

Noch ausgeprägter sind die Steigerungen bei der Zentralbahn, wie Renato Fasciati ausführte. 2014 verzeichnete die Zentralbahn 26 Prozent mehr Reisende und 16 Prozent mehr Personenkilometer. «Der Fahrplan 2014 ist stabil und bewirkte eine grosse Nachfragesteigerung», so Fasciati.

Das hat zur Folge, dass die Erneuerung der Zentralbahn mit voller Kraft weitergeht. Aktuelle Ausbauschritte sind unter anderem die Sanierung der Bahnhöfe Engelberg und Alpnach Dorf, die Haltestelle Sarnen Nord, der Doppelspurausbau Hergiswil und der Ersatz von neuem Rollmaterial.

Baudirektor Hans Wicki gab einen Überblick, wie Fabi (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) umgesetzt werden. Zum Doppelspurausbau in Hergiswil sagte Wicki, dass Ende 2015 «erste Ergebnisse der Bewertung der eingereichten Konzepte und Infrastrukturmodelle durch das Bundesamt für Verkehr vorliegen». Ob dann der Tunnel zwischen den beiden Hergiswiler Bahnhöfen tatsächlich gebaut wird, bleibt aber noch offen.

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