Nidwalden
Interessierte Betriebe können sich nun für Coronareihentests anmelden

Die Pilotphase für Reihentests in Unternehmen und Institutionen ist abgeschlossen. Ab sofort können sich weitere Betriebe über ein Online-Formular für solche Tests anmelden.

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(lur)

Bisher haben rund 20 Nidwaldner Unternehmen und Schulen ihr Interesse an Coronareihentests angemeldet, wie das kantonale Gesundheitsamt in einer Mitteilung schreibt. Diese werden nun ab nächster Woche sukzessive eingeführt. Weitere Interessenten – die minimale Teilnehmerzahl pro Betrieb beträgt vier Personen – finden unter www.nw.ch/coronavirus im Abschnitt «Testen» ein entsprechendes Anmeldeformular. Der Kanton Nidwalden sei bemüht, allen interessierten Unternehmen und Institutionen Reihentests zu ermöglichen und habe hierfür bei spezialisierten Partnern entsprechende Mengen an Testkits sowie Transportleistungen und Laborkapazitäten vertraglich gesichert. Wegen «logistischer Aspekte» seien je nach Nachfrage zu Beginn gewisse Wartezeiten nicht auszuschliessen.

Die wöchentlichen Reihentests sind für Unternehmen und Institutionen, aber auch für die einzelnen Mitarbeitenden freiwillig und kostenlos. Wer bei den Reihentests mitmacht, profitiere von gelockerten Bedingungen bei einer allfälligen Quarantäne. So entfällt bei einem positiven Fall für die restlichen Mitarbeiter die Quarantäne am Arbeitsplatz. Massnahmen wie Maskentragen, Abstandhalten oder Händewaschen seien aber weiterhin einzuhalten. Auch in der kantonalen Verwaltung würden demnächst Reihentests eingeführt.

Pilotphase ist abgeschlossen

Zuvor wurden die Reihentests in einer Pilotphase angewandt. Diese Phase ist mittlerweile zu Ende gegangen und das Textkonzept beim Bundesamt für Gesundheit eingereicht worden. Neben dem kantonalen Sozialamt haben zwei Klassen des Kollegiums in Stans sowie ein Unternehmen – insgesamt rund 75 Personen – mitgemacht. Sie haben sich wöchentlich vor Ort je einmal mit einer gepoolten PCR-Speichelprobe auf das Coronavirus testen lassen. Bei Pools werden die Proben bestimmter Personengruppen zusammengenommen. Dies erlaube ein effizienteres und kostengünstigeres Vorgehen.

In der zweiwöchigen Testreihe seien keine Infektionen festgestellt worden, schreibt das Gesundheitsamt. Auch die Pilotbetriebe hätten von positiven Erfahrungen mit den Speicheltests berichtet. «Wir sind sehr gut instruiert worden und der Ablauf vom Erhalt des Testmaterials bis zur Abholung der Speichelproben hat einwandfrei funktioniert», wird Faruk Berisha, Leiter Produktion der Firma Fixit AG in Ennetmoos, zitiert. Das Unternehmen wird die Reihentests nach der Probephase weiterführen.