Nidwalden investiert 2,5 Millionen Franken in Sicherheitsfunknetz

Damit die Behörden und Blaulichtorganisationen weiterhin sicher miteinander kommunizieren können, erneuert Nidwalden das Sicherheitsfunknetz Polycom. Der Regierungsrat hat deswegen einen Kredit von 2,46 Millionen Franken genehmigt.

Matthias Piazza
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Nidwalden betreibt zusammen mit Obwalden ein Funknetz.

Nidwalden betreibt zusammen mit Obwalden ein Funknetz. 

Symbolbild: Keystone

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, weitere Blaulichtorganisationen und Behörden kommunizieren schweizweit mit Polycom. Nidwalden schloss sich 2006 diesem abhörsicheren und vor Störungen geschützten Sicherheitsfunknetz an. Die Technologie und die Basisstationen, die aus dieser Zeit stammen, sind inzwischen veraltet und müssen nun durch eine neue Technologie und neue Komponenten ersetzt werden, auch weil gewisse Ersatzteile nicht mehr erhältlich sind, wie der Kanton am Mittwoch mitteilte. Die Regierung hat für Ersatzinvestitionen in den nächsten drei Jahren total 2,4 Millionen Franken bewilligt. Die Nidwaldner Regierungsrätin Karin Kayser (CVP) spricht von einer wichtigen Investition. «Polycom garantiert die Kommunikation unter den Blaulichtorganisationen. Diese wäre sonst in dieser Form gar nicht möglich.»

Obwalden hat im vergangenen Jahr 2,96 Millionen Franken gesprochen. Nidwalden kommt etwas günstiger weg, weil die Endgeräte im Gegensatz zu Obwalden, das Polycom erst seit 2010 eingeführt hat, bereits erneuert wurden. Die beiden Kantone betreiben das Polycom-Teilnetz gemeinsam. In Nidwalden stehen acht, in Obwalden neun Basisstationen. An den jeweiligen Standorten werden auch die Klimageräte und die Stromversorgung erneuert, weil auch diese am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind. Zusätzlich werden die Funkeräteprogrammierung und die Technik in den Polizei-Einsatzzentralen aktualisiert, um Polycom nach der Umstellung einwandfrei betreiben zu können.

Auch der Bund beteiligt sich an den Kosten

Der Bund übernimmt unter anderem die Kosten für Software, für Lizenzen sowie für den Rückbau der Infrastruktur. Dafür hat er schweizweit 500 Millionen Franken eingeplant. Die Kosten für den Betrieb des modernisierten Polycom-Sicherheitsfunknetzes sollen etwa gleich gross sein wie beim bisherigen. Auf Anraten des Bundes budgetiert Nidwalden sicherheitshalber 15 Prozent höhere Ausgaben, insgesamt 203'000 Franken jährlich. Bis heute haben Bund und Kantone insgesamt rund eine Milliarde Franken in das nationale Sicherheitsfunknetz investiert. Mit der Erneuerung, die in Nid- und Obwalden voraussichtlich 2023 abgeschlossen ist, soll der Betrieb bis etwa 2035 sichergestellt werden.

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