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NIDWALDEN: James Bond hätte keine Chance

Drei Polizei­anwärter sind in der Stanser Kapuzinerkirche vereidigt worden. Das Trio hat sich für seinen Beruf viel vorgenommen.
Marion Wannemacher
Als Polizisten vereidigt: Alexander Wüller (links), Irene Richiger und Stefan Burch. (Bild Marion Wannemacher)

Als Polizisten vereidigt: Alexander Wüller (links), Irene Richiger und Stefan Burch. (Bild Marion Wannemacher)

Marion Wannemacher

Alexander Wüller, Irene Richiger und Stefan Burch strahlen. Eben sind sie in einer festlichen Feier vor Vertretern der Regierung, Armee und Justiz und im Beisein ihrer Kollegen und Angehörigen vereidigt worden. Stimmungsvoll war der musikalische Rahmen mit dem Spiel der Trompeten und Posaunen von Martin Käch, Joseph Bachmann, Roman und Marvin Wettstein. Jetzt hat sich die Stanser Kapuzinerkirche geleert. Nur noch die Pressefotos, dann wird beim Apéro gefeiert. «Ich fühle mich sehr glücklich», gibt Alexander Wüller aus Emmen zu. «Ich habe lang auf diesen Moment hingeschafft und bin auch stolz.» Auch für Stefan Burch aus Wilen ist es ein «lang ersehnter Zeitpunkt». Die Schulzeit sei schön gewesen. Jetzt sei er froh, dass es vorbei sei. «Es ist ein erster Meilenstein nach der Schule», hält Irene Richiger für sich fest.

Feste Vorsätze im Gepäck

Aus Anwärtern wurden Polizisten, so lautet auch die offizielle Anrede von Kommandant Jürg Wobmann an der Vereidigung. Die Ernsthaftigkeit des zunächst formellen Akts ist dem Trio bewusst. Polizist ist für sie nicht irgendein Beruf. Sie haben feste Vorsätze: «Es liegt noch viel Arbeit vor uns», sagt Irene Richiger. Sie habe sich vorgenommen, täglich das Beste im Dienst zu geben, als Einheit mit ihren Kollegen aufzutreten und die Arbeit zielgerecht zu erledigen. Stefan Burch sagt: «Mir ist es wichtig, Gerechtigkeit walten zu lassen, aber die Persönlichkeit nicht zu verändern.» Und Alexander Wüller hat die Absicht, «jeden Menschen gleich zu behandeln». Was lösen Bilder von Terrorakten in Paris und andernorts in ihnen aus? «Es ist wichtig, gesunde Vorsicht walten zu lassen und keine Angst zu haben im Dienst», sagt Wüller. «Es kann jedes Land treffen», ist sich Stefan Burch sicher. Seine Berufskollegin pflichtet ihm bei.

«Schlaue Täter» meiden Nidwalden

Die Kantonspolizei Nidwalden sei erfolgreich, unterstrich Kommandant Jürg Wobmann in seiner Ansprache: «Die nationale ‹Spurenhit›-Statistik weist dies aus. Schlaue Straftäter meiden den Kanton Nidwalden, weil sie wissen, dass hier das Verbrechen erfolgreich bekämpft wird.» Es gehe darum, sich nicht vom Weg abbringen zu lassen. Erfolg machte Wobmann an der richtigen Einstellung, der harten Vorbereitung, dem eisernen Durchhaltewillen und lebenslangem Lernen fest.

Dass es selbst James Bond, der die Schwachen beschützt, nicht ins Nidwaldner Polizeikorps schaffen würde, war sich Regierungsrätin Karin Kayser sicher. Auch wenn er Sport- und IQ-Test mühelos schaffen würde, «wäre er mit seinem eigenmächtigen Vorgehen am Rande und oft ausserhalb der Rechtsnorm der Albtraum der Justiz- und ­Sicherheitsdirektion», liess sie wissen.

Sicherheit als Navigationshilfe

Tagtäglich setzten sich die Polizisten für die Sicherheit ein, sagte Karin Kayser. «Die Sicherheit ist Bestandteil des demokratischen Staatsauftrags und eine enorme Herausforderung nicht nur bei der Abwehr extremer Gefahrenpotenziale wie Terrorismus oder Katastrophen.» Die Sicherheit solle für sie alle als Navigationshilfe oder Leitstern dienen, betonte sie, direkt an das Korps gewandt. «Es liegt an uns, der Gesellschaft, der Politik, Ihnen den Leitstern zu setzen, damit Sie Ihren Auftrag ausführen können.»

Ins Amt eingesetzt wurden ausserdem Marco Fux als erster stellvertretender und Thomas Laternser als zweiter stellvertretender Chef der Kripo sowie Dario Habermacher als zweiter stellvertretender Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei.

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