NIDWALDEN: Jungparteien kämpfen für Nachtstern-Angebot

Der Landrat will den Nachtbus zwischen Luzern und Nidwalden streichen. Dagegen wehren sich drei Jungparteien.

Pd/Rem
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Ein Nachtstern, hier unterwegs in der Stadt Luzern. (Archivbild Neue LZ)

Ein Nachtstern, hier unterwegs in der Stadt Luzern. (Archivbild Neue LZ)

Die drei Nidwaldner Jungparteien SVP, CVP und Juso haben ein Komitee zusammengestellt und wollen mit einer Petition für den Erhalt des Nachtsterns kämpfen.

Die Parteien reagieren damit auf den Entscheid des Landrats von gestern Mittwoch, den Nachtbus zwischen Luzern und Nidwalden zu streichen. Nidwalden zahlt 2014 an den öffentlichen Verkehr 8,8 Millionen Franken. Weil der Landrat 200'000 Franken weniger guthiess, soll nun der Nachtstern gestrichen werden. Der Nachtstern kostet 51'500 Franken.

Wie es in einer Mitteilung der drei Parteien heisst, dürfen die jungen Erwachsenen nicht Opfer der Sparmassnahmen des Kantons werden. 6533 Passagiere fuhren 2012 freitags und samstags zwischen 1 und 4 Uhr mit dem Nachtbus nach Hause. Die Fahrt kostet sie zwischen 7 und 10 Franken und garantiert eine sichere Heimreise.

Trotz des Jungendkulturhauses Senkel in Stans sei das Ausgangsangebot in Nidwalden eher spärlich. Der Kanton verfügt beispielsweise über kein eigenes Kino. Aufgrund der Angebotsgrösse und der Nähe zu Nidwalden biete sich Luzern als Ausgangsalternative an, schreiben die Parteien. Diese wird insbesondere von der jüngeren Nidwaldner Bevölkerung rege genutzt. Einzig die Frage nach der Heimreise stellt sich für die Nachtschwärmer jedes Mal aufs Neue. Der erste Zug ab Luzern fährt 5 Uhr morgens und stellt für die Mehrheit keine valable Alternative dar. Eine Taxifahrt bis Stans kostet gut und gerne 60 Franken und mehr und ist für eine bis zwei Jugendliche kaum zu tragen.

Eine Frage der Sicherheit

Die Sicherheitsfrage dürfe nicht ausser Acht gelassen werden, heisst es weiter. Ohne Alternative steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die jungen Erwachsenen vermehrt mit dem Auto nach Luzern reisen, sofern sie bereits eine Fahrerlaubnis besitzen, was wiederum das Risiko erhöht, dass jene angetrunken oder übermüdet zurückfahren. Die Unfallgefahr steigt. Auch per Anhalter nach Hause zu kommen, dürfte zur Alternative werden. Die in dieser Hinsicht zu erwartenden Gefahren in Bezug auf Gewalt und Übergriffe dürften allgemein bekannt sein. Bereits ein verhinderter Unfall decke die entstandenen Kosten wieder.

Hinweis:
Die Petition im Wortlaut »