Nidwalden
Kanton lockert weitere Bedingungen im Coronahärtefallprogramm

Der Regierungsrat hat die Obergrenze für A-fonds-perdu-Beiträge von 10 auf 20 Prozent des Jahresumsatzes von 2018/19 angehoben. Gleichzeitig hat er die Anforderungen beim Mindestumsatz gesenkt.

Matthias Piazza
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In der ursprünglichen Covid-19-Härtefallverordnung des Kantons Nidwalden wurde festgelegt, im Fall von reinen A-fonds-perdu-Zahlungen das Beitragsmaximum bei höchstens 10 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes von 2018 und 2019 anzusetzen. Nun ist der Regierungsrat unter Berücksichtigung der neuen Ausgangslage mit den verlängerten und verschärften Massnahmen übereingekommen, diesen Wert auf 20 Prozent anzuheben. «Damit ermöglichen wir allen voran kleinen und mittelgrossen Betrieben die Chance auf höhere Beiträge, die sie später nicht zurückzahlen müssen», lässt sich Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger in einer Medienmitteilung des Kantons vom Freitag zitieren. Die Betragsobergrenze von 300'000 Franken pro Unternehmen bleibt indes unverändert.

Umsatz muss nur noch 50'000 Franken betragen

Zudem senkt der Regierungsrat eine weitere Anforderung für die Teilnahme am Härtefallprogramm: Neu reicht ein durchschnittlicher Umsatz in den Jahren 2018 und 2019 von mindestens 50'000 Franken. Bisher lag diese Messlatte bei mindestens 100'000 Franken. Zudem werden die gesuchstellenden Unternehmen von der Pflicht befreit, zum Antrag einen Finanzplan 2022 einzureichen. «Damit wollen wir die Betriebe so weit als möglich administrativ entlasten», so Othmar Filliger. Nach wie vor sind dem Gesuch aber das Budget 2021 und Auszüge aus dem Handels- und dem Betreibungsregister beizulegen. Die Anpassungen an der kantonalen Covid-19-Härtefallverordnung treten per sofort in Kraft.

Bereits am Donnerstag hat der Regierungsrat mitgeteilt, dass der Kanton die am Mittwoch gelockerten Bedingungen des Bundesrates übernimmt. Bei behördlich angeordneten Schliessungen von mindestens 40 Kalendertagen seit dem 1. November des vergangenen Jahres ist kein Nachweis des Umsatzrückganges erforderlich, um ein Gesuch zu stellen. Zudem können Unternehmen, die bis Ende Juni dieses Jahres im Zusammenhang mit den Massnahmen (weitere) Einbussen erleiden, den Umsatz der vergangenen zwölf Monate als Bemessungsgrundlage anstelle des Jahresumsatzes 2020 nehmen. Dabei sind Umsatzeinbussen von mindestens 40 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Jahresumsatz von 2018 und 2019 auszuweisen.

Das Gesuchsformular für einen Beitrag aus dem Härtefallprogramm zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen ist online unter www.nw.ch/haertefall abrufbar.