NIDWALDEN: Kantonsfinanzen 2012 mit Gewinn

Das Gesamtergebnis der Staatsrechnung 2012 des Kantons ist nicht wie erwartet negativ sondern schliesst mit einem Plus von 163'000 Franken. Auswirkungen aufs Ergebnis hatte etwa der unerwartete Geldsegen der Nationalbank. Die Nettoschuld stieg weiter.

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Der Nidwaldner Finanzdirektor Hugo Kayser (Bild: Archiv Geri Wyss / Neue NZ)

Der Nidwaldner Finanzdirektor Hugo Kayser (Bild: Archiv Geri Wyss / Neue NZ)

Der betriebliche Aufwand in der Erfolgsrechnung blieb leicht unter dem Budget und betrug 323,013 Mio. Franken. Der Ertrag lag leicht höher als erwartet bei 303,464 Mio. Fr. Darin enthalten ist eine unerwartete Gewinnausschüttung der Nationalbank von 3,4 Mio. Franken.

Der betriebliche Verlust von 19,549 Mio. Franken und das Finanzergebnis von 14,316 Mio. Franken ergaben einen operativen Verlust von 5,233 Mio. Franken, wie aus der am Donnerstag veröffentlichen Staatsrechnung hervorgeht.

Dank einem ausserordentlichen Ergebnis von 5,396 Mio. Franken resultierte unter dem Strich dennoch ein Gewinn. So musste der Kanton wegen tieferer Abschreibungen und höherer Fiskalerträge weniger Rücklagen aus dem Eigenkapital entnehmen.

Der Kanton tätigte Nettoinvestitionen von 22,3 Mio. Fr, das sind 6,1 Mio. Fr. weniger als geplant. So konnten nicht alle geplanten Wasserbau- und Strassenprojekte umgesetzt werden, wie es in einer Mitteilung der Regierung heisst.

Der Finanzierungsfehlbetrag von 10,2 Mio. Fr. lag deutlich tiefer als die budgetierten 30,0 Mio. Fr. Grund sind weniger Entnahmen aus Vorfinanzierungen, tiefere Abschreibungen und weniger Nettoinvestitionen.

Dennoch konnte der Kanton die Investitionen nur zu 27,5 Prozent aus eigenen Mitteln finanzieren. 2011 betrug der Selbstfinanzierungsgrad noch 58 Prozent. Das Eigenkapital reduzierte sich um 12,7 Mio. auf 117,6 Mio. Fr. Die Nettoschuld wurde im vergangenen Jahr um 16,7 Mio. grösser und betrug 28,4 Mio. Franken.

Der Kanton Nidwalden weise eine gesunde Bilanz auf, schreibt die Regierung. Trotzdem will sie mit verschiedenen Massnahmen den ungenügenden Selbstfinanzierungsgrad verbessern und die Zunahme der Nettoschuld bekämpfen.

Der Kanton weise weiter Wachstumspotenzial auf, was sich mittelfristig in höheren Steuereinnahmen wiederspiegeln solle, schreibt die Regierung. (sda)