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NIDWALDEN: Kantonspolitik für ein Jahr in SVP-Händen

Das frisch gewählte Nidwaldner Parlament ist am Mittwoch in die neue Legislatur gestartet. Der neu konstituierte Landrat wählte Regierungsrat Res Schmid (SVP) zum neuen Landammann. Neuer Landratspräsident ist sein Parteikollege Walter Odermatt.
Res Schmid ist der neue Landammann. (Bild: pd)

Res Schmid ist der neue Landammann. (Bild: pd)

Die Wahlen waren unbestritten. Schmid erhielt 58 von 59 Stimmen, Odermatt 57. Beide amten für ein Jahr.

In seiner Antrittsrede versprach der neue Landratspräsident Walter Odermatt, Traditionen zu pflegen und die Unabhängigkeit des Kantons zu wahren. "Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir unterlassen", sagte Odermatt.

Ebenso unbestritten war die Wahl des Vizepräsidenten. Dieses Amt fiel dem Grünen Conrad Wagner zu. Zum zweiten Vizepräsidenten wurde Peter Scheuber (CVP) gewählt. Landstatthalter ist Baudirektor Hans Wicki (FDP).

Zu Diskussionen führte die Besetzung des Verwaltungsrats der Nidwaldner Sachversicherung. Verwaltungsratspräsident Karl Tschopp schlug anstatt der vom Landratsbüro vorgeschlagenen Kandidatin Ilona Cortese (Grüne-SP, neu) Stefan Bosshard (FDP) vor.

Der Verwaltungsratspräsident begründete den Vorschlag damit, dass die Sachversicherung einen Finanzexperten wünsche. Bosshard wurde schliesslich im dritten Wahlgang gewählt.

Res Schmid ist der neue Landammann. (Bild: pd)

Res Schmid ist der neue Landammann. (Bild: pd)

Leichter Ruck nach Links

Das neue Kantonsparlament trat am Mittwoch erstmals zusammen. Die politischen Kräfte im Landrat haben sich nach den Gesamterneuerungswahlen im März leicht nach links verschoben.

SVP und CVP bilden trotz Sitzverlusten mit je 17 Sitzen nach wie vor die beiden grössten Fraktionen im Landrat, gefolgt von der FDP mit 15 Sitzen.

Die Linke konnte mit drei zusätzlichen Sitzen einen Sieg verbuchen. Sie kommt nun auf 11 Sitze (3 SP und 8 Grüne).

Die Verschiebung wird unter anderem auf das neue Wahlsystem zurückgeführt. Nidwalden hatte für die diesjährigen Parlamentswahlen den Doppelten Pukelsheim eingeführt. Dieses Wahlverfahren bildet die Wählerstärken im Parlament genauer ab. Davon profitieren vor allem kleinere Parteien.

Die Regierung setzt sich für weitere vier Jahre aus drei Mitgliedern der FDP sowie aus je zwei der CVP und SVP zusammen. Allerdings besteht die Exekutive aus drei neuen und vier bisherigen Regierungsräten.

Im ersten Wahlgang von Ende März waren die vier Bisherigen Ueli Amstad und Res Schmid (beide SVP) sowie Yvonne von Deschwanden und Hans Wicki (beide FDP) gewählt worden. Ebenfalls im ersten Wahlgang schaffte Karin Kayser (CVP/neu) den Sprung in den Rat. Hugo Kayser (CVP) und Gerhard Odermatt (FDP) waren nicht mehr angetreten.

Im zweiten Wahlgang vom 18. Mai setzen sich Othmar Filliger (CVP/neu) und Alfred Bossard (FDP/neu) gegen den dritten Kandidaten, den Grünen Conrad Wagner, durch. (sda)

Walter Odermatt ist der neue Nidwaldner Landratspräsident. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

Walter Odermatt ist der neue Nidwaldner Landratspräsident. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

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