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NIDWALDEN: Kanuten und Segler beziehen Neubau

Segler und Kanuten verabschieden sich von Provisorien. Im neuen Wassersportzentrum finden sie ideale Bedingungen.
Martin Uebelhart
Betriebsleiter Reto Wyss (links) und Spitzen-Kanute Alistair Smorthit mit einem Kanadier vor dem neuen Wassersportzentrum im Buochser Seefeld. (Bild Corinne Glanzmann)

Betriebsleiter Reto Wyss (links) und Spitzen-Kanute Alistair Smorthit mit einem Kanadier vor dem neuen Wassersportzentrum im Buochser Seefeld. (Bild Corinne Glanzmann)

Der Kanuclub Nidwalden und der Segelklub Ennetbürgen eröffnen an den beiden kommenden Wochenenden das neue Wassersportzentrum im Buochser Seefeld. Das Zentrum steht in unmittelbarer Nähe des Hafens. Die beiden Gebäude haben eine ähnliche Fassadengestaltung, kommen als gestalterische Einheit daher.

«Für die beiden Klubs enden mit dem Wassersportzentrum jahrelange Provisorien», sagt Reto Wyss. Er ist Betriebsleiter des Zentrums, amtet als technischer Leiter im Vorstand des Kanuclubs und ist Geschäftsführer der Kanuwelt Buochs GmbH. Der Segelklub war bis anhin bei der Schiffsstation in Ennetbürgen beheimatet, der Kanuclub auf dem Gelände des Strandbads. «Container dienten uns dort als Garderobe und Materiallager», erzählt Reto Wyss.

Die Boote seien draussen abgestellt worden, wo sie der Witterung ausgesetzt waren. «Für die Boote, die in der Rennversion einige tausend Franken kosten können, nicht eben ideal.» Beide Klubs seien an ihre Kapazitätsgrenzen gestossen. «Auf Dauer konnte das kein Zustand mehr sein.» Der Verein sei seit 15 Jahren auf der Suche nach einer definitiven Lösung gewesen. Nachdem sich abgezeichnet hatte, dass man gemeinsam etwas planen wolle, habe die Genossenkorporation, der das Land gehöre, Hand geboten, etwas zu realisieren.

Mehr Platz samt Werkstatt

Im Wassersportzentrum gehören Platzprobleme der Vergangenheit an. Im Untergeschoss gibt es grosszügige Lagerräume für die Boote und dazu eine Werkstatt. «Das ist wichtig für die Segler und Kanuten», betont Wyss. «Die Reparaturen werden im Winter gemacht, und da ist es wichtig, dass man in einem beheizten Raum arbeiten kann.»

Im Obergeschoss gibt es Garderoben, einen Aufenthaltsraum mit Küche, ein Büro für die beiden Klubs und das Zentrum sowie einen Kraftraum, der spezifisch für die Anforderungen der Kanuten eingerichtet ist. «Mehrere Vereinsmitglieder sowohl bei den Junioren wie bei der Elite sind mittlerweile in der Nationalmannschaft und froh um diese Trainingsmöglichkeiten.» Eingemietet ist zudem die Kanuwelt, die dort auch einen kleinen Shop betreibt. «Hier können wir auch Synergien nutzen, da ich für die Firma ohnehin in der Saison meistens vor Ort bin», sagt Reto Wyss. «Das Wassersportzentrum könnte sich keinen Betriebsleiter leisten mit den Präsenzzeiten, die ich hier bin.» Die Miete der Kanuwelt sowie die Vermietung des Klublokals seien ein wichtiger Anteil zur Deckung der Betriebskosten. «Einen Restaurantbetrieb gibt es hier bei uns nicht», betont Reto Wyss. Das sei mit der Korporation so vereinbart.

Gekostet hat das neue Wassersportzentrum 1,7 Millionen Franken. Zur Hälfte werden die Kosten mit Beiträgen der Gemeinden Buochs und Ennetbürgen sowie des Kantons Nidwalden gedeckt. Die weitere Finanzierung lief über Kapital der beiden Vereine, Sponsoren, Anteilscheine, die die Mitglieder zeichnen konnten, sowie Darlehen.

Über den Winter eingerichtet

Im vergangenen Oktober haben die Segler und die Kanuten ihre alten Standorte verlassen und sind ins neue Gebäude gezogen. «Über den Winter haben wir dann alles eingerichtet», so Wyss. «Seit Anfang April läuft der Trainingsbetrieb hier auf vollen Touren.» Zur Eröffnung an diesem Wochenende entsteht rund um das Wassersportzentrum ein Festgelände. Die Besucher können das Segeln oder Kanufahren selber ausprobieren. Über das kommende Auffahrtswochenende geht es dann sportlicher zu und her. So finden etwa die erste Kanu-Regatta-Langstreckenmeisterschaft und das traditionelle Kanu-Abfahrtsrennen auf der Engelber­geraa statt.

Hinweis

Weitere Informationen unter www.wsznw.ch

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