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NIDWALDEN: «Kein Entscheid gegen Wagner»

Trotz zweier Vakanzen treten die Grünen nicht zu den Regierungsratswahlen an. Dies war an der Parteiversammlung aber nicht mal eine Diskussion wert.
Kurt Liembd
Grüne-Präsident Leo Amstutz. (Bild: PD)

Grüne-Präsident Leo Amstutz. (Bild: PD)

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

«Ja, ich bin enttäuscht», sagte der Stanser Landrat Conrad Wagner (58) nach der Parteiversammlung der Grünen Nidwalden vom Freitag in Stans. Er machte keinen Hehl daraus, dass er gerne noch einmal als Kandidat für den Regierungsrat angetreten wäre. Dies deshalb, weil er gerne Verantwortung übernehme, aber auch schon deswegen, weil nun stille Wahlen drohen. Dann nämlich, wenn die Parteiversammlung der FDP, die am Donnerstag stattfindet, ein Zweierticket beschliessen würde. Dann gäbe es genau sieben offizielle Kandidaten für sieben Sitze.

«Wir sind nicht bereit, nur zu kandidieren, um stille Wahlen zu verhindern», sagte jedoch Leo Amstutz, Präsident der Grünen, am Parteitag. «Es geht auch um unsere Glaubwürdigkeit», so Amstutz. Dabei blieb er ganz pragmatisch und erklärte, dass der Vorstand beschlossen habe, keinen Kandidaten zu stellen. Damit war die Diskussion anlässlich der Parteiversammlung bereits beendet, bevor sie überhaupt angefangen hatte. Gegenüber unserer Zeitung sagte Amstutz aber auch, dies sei keinesfalls ein Entscheid gegen Conrad Wagner oder gegen Thomas Wallimann, sondern ein Entscheid im Interesse der Partei und im Interesse der grünen Politik. Die beiden Landräte Wagner und Wallimann seien beide äusserst verdienstvolle Landräte und Politiker, so Amstutz.

Frauenquote mehr als erfüllt

Lebhafter ging es bei den Grünen zu und her, als die Landrats­kandidaten vorgestellt wurden. 39 Kandidaten aus neun der elf Gemeinden wollen ins Kantonsparlament einziehen (zum Vergleich: Die SVP hat 33 Kandidaten). Zudem: «Wir halten die Frauenquote ein», sagte Präsident Leo Amstutz einleitend. In der Tat treten die Grünen mit 19 Männern und 20 Frauen an (Ausgabe vom Samstag). Am höchsten ist der Frauenanteil in Buochs. Unter den sechs Buochser Kandidaten finden sich gleich fünf Frauen. Interessant ist auch ein Blick auf deren Berufstätigkeit. Gleich mehrere Kandidaten sind Studenten, vor allem der Psychologie, Geschichte und Sozialarbeit. In Ausbildung ist auch der Beckenrieder Kandidat und Skirennfahrer Markus Vogel (33). Der gelernte Elektromonteur ist in Ausbildung als dipl. Techniker HF Energie und Umwelt. Das Berufsspektrum der 39 Kandidaten ist sehr weit: So findet man bei den Grünen unter anderem folgende Berufstätigkeiten: Sozialarbeiter, Kulturmanagerin, Lehrer, Teamleiterin Mütter- und Väterberatung, Umweltingenieurin, Theologe sowie auch Journalist, Geomatiker, Maler, Maschineningenieur, Unternehmer und Tiefbautechnikerin.

Keine Macht, «aber viel Einfluss»

An der Parteiversammlung wurden nicht nur Kandidaten vorgestellt. Adrian Borgula, Stadtrat der Grünen Luzern, hielt ein Grundsatzreferat über grüne Politik, während der Ennetmooser Landrat und Theologe Thomas Wallimann auf humorvolle Art aus dem Alltag der Landratstätigkeit berichtete. Fazit: «Wir haben keine Macht, aber viel Einfluss.»

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