NIDWALDEN: Kein Nachwuchs für die KAB

Die Katholische Arbeiterbewegung hat sich im Kanton aufgelöst. Grund: Nachwuchsmangel.

Mw/Pd.
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Blick auf Stansstad. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Blick auf Stansstad. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

«Es ist ein Gesellschaftsproblem», so Nicola Bucher, Präsidentin der Katholischen Arbeiterbewegung Nidwalden (KAB NW). Oder besser gesagt, ehemalige Präsidentin, denn der Kantonsverband hat sich auf Ende 2013 aufgelöst. Der Nachwuchs fehlt. «Die Jungen wollen sich politisch und kirchlich nicht mehr engagieren», so Nicola Bucher. Auch fehle das Interesse an gewerkschaftlicher Arbeit. Nidwalden sei kein Industriegebiet, darum wurde die KAB eher als christlicher Verein geführt. Die Industrialisierung und die daraus folgenden Nöte waren damals Motivation für die Gründung des christlichen Landesverbandes um 1900 in St. Gallen.

Den Kantonalverband Nidwalden gab es seit 1939, kurz danach die Sektionen in den Gemeinden. Die Sektion Stans hat sich im vergangenen Jahr aufgelöst. Nun existieren noch die zwei Sektionen Stansstad und Buochs. «Das ist zu wenig, um einen Kantonalverband aufrechtzuerhalten», so Nicola Bucher. «Ich bedaure die Auflösung sehr, aber vielleicht muss etwas sterben, dass später, wenn die soziale Not weh tut, wieder etwas Neues entstehen kann», hofft sie.