NIDWALDEN: Keine Hinweise auf Tierquälerei in Nidwalden

Hat ein Tierquäler im Kanton Nidwalden sein Unwesen getrieben? Nein, sagt jetzt die Staatsanwaltschaft. Es gebe keine Hinweise darauf.

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Kühe an einer Viehausstellung in Oberdorf. (Archivbild Neue OZ)

Kühe an einer Viehausstellung in Oberdorf. (Archivbild Neue OZ)

Im Verlaufe dieses Jahres gingen bei der Kantonspolizei Nidwalden verschiedene Meldungen ein, dass es auf Bauernhöfen möglicherweise zu Tierquälereien gekommen sei. Die Verdachtsmeldungen betrafen rund 30 Tiere (vor allem Kühe), reichten bis zu sechs Jahre zurück und bezogen sich auf insgesamt acht Betriebe, grossmehrheitlich im Raum Ennetmoos.

Die Kantonspolizei Nidwalden rückte wiederholt zu Betrieben aus, um den Sachverhalt aufzunehmen. Sie führte hierbei auch Spurensicherungen sowie zahlreiche Einvernahmen durch. Die Staatsanwaltschaft leitete die Untersuchungen, holte unter anderem Auskünfte und Berichte bei Tierärzten, beim Veterinäramt der Urkantone bzw. beim Kantonstierarzt ein und wertete verschiedene Unterlagen sowie Daten aus. Ausserdem ordnete sie in zwei Fällen Sektionen an der Veterinärpathologie der Universität Zürich sowie mehrere Blutuntersuchungen an der Abteilung forensische Chemie und Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel an.

«Sämtliche Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf Tierquälereien», schreibt die Staatsanwaltschaft Nidwalden am Dienstag in einer Mitteilung. Eine Ausnahme betrifft einen Stier, bei welchem bei einer Schnittverletzung eine Dritteinwirkung nicht ausgeschlossen werden konnte.

Die Gerüchte, wonach eine Person im Zusammenhang mit den angeblichen Tierquälereien gesehen oder gar gefilmt worden sei, erwiesen sich als falsch. Die Staatsanwaltschaft habe eine Strafuntersuchung jederzeit gegen unbekannte Täter geführt, heisst es weiter.

pd/rem