NIDWALDEN: Keine Pflicht zum hindernisfreien Bauen

Im Kanton Nidwalden müssen Häuser nichts bereits ab vier Wohnungen behindertengerecht gestaltet werden. Das Stimmvolk hat eine entsprechende Initiative abgelehnt.

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Eine Frau auf ihrem Rollstuhl. (Bild Stefan Kaiser)

Eine Frau auf ihrem Rollstuhl. (Bild Stefan Kaiser)

Das Nidwaldner Stimmvolk lehnte die Volksinitiative «Hindernisfreies Wohnen Nidwalden» am Sonntag mit 10'542 zu 3944 Stimmen ab (73 zu 27 Prozent). Die Stimmbeteiligung lag bei 49 Prozent.

Die Initiative verlangte, dass bei neuen Wohnbauten mit vier bis acht Wohneinheiten sowohl der Zugang als auch das Innere der Wohnungen so gebaut werden müssen, dass diese bei Bedarf hindernisfrei und behindertengerecht angepasst werden können. Heute liegt die Grenze bei acht Wohnungen.

Die Nidwaldner gingen damit mit Regierung und Parlament einig, dass das bundesrechtliche Minimum genüge, gemäss dem ein behindertengerechtes Bauen erst ab Gebäuden mit acht Wohnungen nötig wird. Eine Regelung, wie sie nun vom Nidwaldner Souverän abgelehnt worden ist, existiert bereits in den Kantonen Uri, Aargau, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, Wallis und Bern. In Basel-Stadt, Neuenburg und Glarus müssen alle Wohnungen anpassbar erstellt werden.

rem/sda