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NIDWALDEN: Kinder erfahren in Dallenwil alles über die Jagd

An ihrer Trophäenschau zeigen Nidwaldner Jäger zahlreiche Hörner und Geweihe: Trophäen vom letzten Jahr. Ebenso wichtig ist es ihnen, beim Publikum und vorab bei Kindern um Verständnis für die Jagd zu werben.
Romano Cuonz
Wildhüter Werner Durrer zeigt Zweitklässlern, was man von Wildtrophäen ablesen kann. (Bild: Romano Cuonz (Dallenwil, 9. März 2018))

Wildhüter Werner Durrer zeigt Zweitklässlern, was man von Wildtrophäen ablesen kann. (Bild: Romano Cuonz (Dallenwil, 9. März 2018))

Romano Cuonz

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

«An der heurigen Trophäenschau wollen wir Nidwaldner Jäger ein spannendes Programm ganz speziell auch für Schüler anbieten», sagte Werner Zumbühl. Der Dallenwiler Wirt ist seit einem Jahr auch Präsident des Patentjägervereins Nidwalden. Aus Erfahrung weiss er, dass die jährlich in einer anderen Gemeinde durchgeführte Trophäenschau ein eigentlicher Publikumsmagnet ist.

Wenn nun aber die Jäger gleich sämtliche Primarklassen der Gemeinde mit 109 Kindern und ihren Lehrpersonen als Gäste begrüssten, war dies doch etwas ganz Besonderes. Zumbühl erinnerte sich: «Als ich vor einem Jahr während des Festivals der Natur in Stans einen Wagen betreute, stellte ich fest, wie sehr Kinder sich für die Jagd interessieren und wie viel sie über Tiere selber wissen.» Da sei ihm klar geworden, dass man dieses Angebot bei der Trophäenschau im eigenen Dorf wiederholen, ja gar noch verstärken wolle.

Warum hat der Hirsch so viele Sprossen am Geweih?

Nidwaldens Wildhüter Werner Durrer und Hubert Käslin stellten den Kindern am Freitag Lebensräume des Wildes vor. Auch berichteten sie über die Notwendigkeit und den Zweck von Hege, Pflege und Jagd. Die Kinder durften präparierte Tiere, ihre Felle, Schädel oder Knochen auch einmal anfassen. Der Zweitklässler Pascal wollte wissen, warum der Hirsch so viele Sprossen am Geweih hat. Vincenzo staunte über den Kopf des Steinbocks. Die kleine Linda aber wollte sich vom ausgestopften Igel und dem Eichhörnchen kaum trennen. «Das Interesse der Kinder ist einfach nur erfreulich», attestierten die beiden Wildhüter ihren jungen Zuhörerinnen und Zuhörern.

«2017 freuten sich unsere Jäger über grosses Jagdglück», bilanzierte Präsident Werner Zumbühl. In den elf Gemeinden wurden insgesamt 190 Trophäen erbeutet. Ein ganz besonderes Augenmerk galt dabei den elf Hörnern des Steinwilds oder den Geweihen von 19 Hirschstieren. Eines allerdings bedauert Werner Zumbühl: «Der mächtigste, in unserer Jagdgeschichte wohl ganz einmalige Hirschstier fehlt.» Der Jäger, der den enorm grossen, geraden Achtzehnender in der Gegend «Brunniswald» erlegt habe, wolle seine Trophäe nicht ausstellen. «Für unsere Jäger ist die Präsentation – ganz im Gegensatz zu den Obwaldnern – nicht obligatorisch», erläuterte Zumbühl. Dennoch würden sich die meisten an der Schau beteiligen. Neben den oft sehr aufwendig präparierten Trophäen von Hirschen, Steinwild, Gämsen und Rehböcken, boten die Nidwaldner Jäger ihrem Publikum auch die beiden Filme «Zauber der Bergjagd» von Ronny Mast und «Kurt und der Sessellift» von Thaïs Odermatt an.

Grosse Sorgen mit dem Luchs

Mit Applaus begrüssten die Jäger an ihrer 99. Generalversammlung die Nidwaldner Justizdirektorin Karin Kayser-Frutschi. Als OK-Präsidentin für den nahenden 100. Geburtstag des Vereins stellte sie erstmals zahlreiche Aktivitäten vor, die zu diesem Fest geplant sind.

Sorgen bereitet den Nidwaldner Jägern das Grossraubwild. «Nach offiziell ausgewiesenen Zahlen gibt es bei uns fünf ausgewachsene Luchse, das ist einfach zu viel», sagte Werner Zumbühl. Abschusszahlen von Gämsen gingen denn auch zurück. «Weil die Raubkatzen 300 Rehe und Gämsen pro Jahr erbeuten, laufen wir Gefahr, dass mit der Zeit eine Population die andere vernichtet», befürchtete der Jägerpräsident. Er betonte aber auch, dass man da als Jäger selber nichts unternehmen könne und wolle. «Wir fordern jedoch die Politiker auf, sich des Problems anzunehmen», versprach Zumbühl.

Hinweis
Trophäenschau Nidwalden in Dallenwil. Noch zu sehen diesen Samstag von 13 bis 17 Uhr in der Mehrzweckhalle Steini.

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