NIDWALDEN: Kirchen wehren sich gegen Initiative

Eine Initiative will die Kirchensteuern für juristische Personen abschaffen. Das hätte einen Abbau der Angebote zur Folge, fürchtet die Kirche.

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Die St. Jost Kapelle in Ennetbürgen. (Archivbild Neue NZ)

Die St. Jost Kapelle in Ennetbürgen. (Archivbild Neue NZ)

«Wir könnten zahlreiche Aufgaben nicht mehr wahrnehmen», befürchtet Klaus Odermatt, Präsident der Katholischen Landeskirche Nidwalden, falls die Initiative angenommen wird. Die Jungfreisinnigen und die Junge SVP des Kantons Nidwalden verlangen mit einer Initiative die Abschaffung der Kirchensteuern für juristische Personen.

Rund 1,4 bis 1,6 Millionen Franken an Steuereinnahmen würden so der katholischen Kirche jährlich fehlen, das mache etwa 15 Prozent der gesamten Steuereinnahmen aus, schätzt Odermatt. «Das Geld würde auch einigen Kirchgemeinden fehlen, denn die juristischen Steuereinnahmen speisen den Hauptteil des Finanzausgleichs.

Sie hätten Mühe, die laufenden Kosten zu decken sowie den Unterhalt von Kirchen, Kapellen, Pfarreizentren und Begegnungsorten zu finanzieren. Zahlreiche soziale und kirchliche Angebote müssten wir streichen, kürzen oder der Staat müsste sie übernehmen.»

Wolfgang Gaede, Präsident der evangelisch-reformierten Kirche Nidwalden, kann das Argument nicht nachvollziehen, eine Kirchensteuer für juristische Personen sei unnötig, weil man einen umfangreichen Sozialstaat habe. «Die Kirche leistet viel ehrenamtliche Arbeit. Würden diese Aufgaben dem Staat übertragen, wäre das viel teurer.»

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