NIDWALDEN: Klare Mehrheit für günstiges Wohnen in Nidwalden

Der Kanton Nidwalden wird den Bau von bezahlbarem Wohnraum fördern. Das Volk hat den Gegenvorschlag der Regierung angenommen.

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Blick auf eine Baustelle in Hergiswil im Gebiet Wyssachli am Waldrand (Archivbild Markus von Rotz / Neue NZ)

Blick auf eine Baustelle in Hergiswil im Gebiet Wyssachli am Waldrand (Archivbild Markus von Rotz / Neue NZ)

Mit einem Ja-Anteil von 71,5 Prozent ist am Sonntag der Gegenvorschlag der Regierung zur zurückgezogenen Initiative für günstigen Wohnraum der SP und Juso angenommen worden. Die Stimmbeteiligung lag bei 45 Prozent. Alle Nidwaldner Gemeinden nahmen die Vorlage an.

So stimmten die Gemeinden

Beckenried: 65,5 Prozent Ja, Stimmbeteiligung: 44 Prozent
Buochs: 69,4 Prozent Ja, Stimmbeteiligung: 44 Prozent
Dallenwil: 68,5 Prozent Ja, Stimmbeteiligung:40 Prozent
Emmetten: 66,1 Prozent Ja, Stimmbeteiligung: 41Prozent
Ennetbürgen: 69,2 Prozent Ja, Stimmbeteiligung: 45 Prozent
Ennetmoos: 68,4 Prozent Ja, Stimmbeteiligung: 38 Prozent
Hergiswil: 70,9 Prozent Ja, Stimmbeteiligung: 49 Prozent
Oberdorf: 73,2 Prozent Ja, Stimmbeteiligung: 45 Prozent
Stans: 76,7 Prozent Ja, Stimmbeteiligung: 47 Prozent
Stansstad: 74,1 Prozent Ja, Stimmbeteiligung:45 Prozent
Wolfenschiessen: 70,8 Prozent Ja, Stimmbeteiligung: 39 Prozent

Die Regierung wird nun beauftragt, eine gesetzliche Grundlage zur Förderung von bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dazu hat die Regierung zwei Jahre Zeit.

Unbestritten sind die Preissteigerungen im Nidwaldner Wohnungsmarkt, vor allem im Hauptort Stans und in gewissen Seegemeinden. Es werde kaum günstiger Wohnraum geschaffen, schreibt der Regierungsrat. Es liege offenbar ein Marktversagen vor, das ein korrigierendes Eingreifen des Gesetzgebers rechtfertige.

rem/bac