NIDWALDEN: Kontroverse um Brückenangebot hält an

Am Entscheid, das schulische Brückenangebot zu streichen, scheiden sich die Geister. Jugendliche würden im Stich gelassen, lautet ein Vorwurf.

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Philippe Banz, Hergiswiler FDP-Landrat: «Wir müssen wieder die Eigenverantwortung fördern, wie früher.»

Philippe Banz, Hergiswiler FDP-Landrat: «Wir müssen wieder die Eigenverantwortung fördern, wie früher.»

Die Nidwaldner Regierung will das schulische Brückenangebot ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr anbieten und so im Rahmen eines kantonalen Sparpakets 2015/16 rund 200'000 Franken jährlich einsparen. Der Entscheid stösst nicht überall auf Wohlwollen.

Auch in den Leserbriefspalten der Neuen Nidwaldner Zeitung ist die Abschaffung bereits seit längerem ein Thema. So schreibt etwa der Lehrerverband in der Ausgabe vom Samstag von einem wertvollen Angebot, das gestrichen würde.

Einen anderen Standpunkt vertritt um Beispiel der Hergiswiler FDP-Landrat Philippe Banz. «Ich bin dagegen, dass der Staat ein Brückenangebot schafft für gute Schüler, die einfach ihre Wunschlehrstelle noch nicht gefunden haben. Wir müssen wieder die Eigenverantwortung fördern, wie früher, wo zum Überbrücken ein Sprachaufenthalt gemacht wurde.»

Matthias Piazza