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NIDWALDEN: Kritik von links am EWN ebbt nicht ab

Mangelt es dem Elektrizitätswerk von Nidwalden am Willen, die Energiestrategie umzusetzen? Die Regierung verneinte im Landrat.

Jahresberichte des Elektrizitätswerks haben die Grüne/SP-Fraktion jüngst veranlasst, den scheinbar fehlenden Willen der EWN-Führung, ihre Strategie auf erneuerbare Energien auszurichten, zu kritisieren. Das war am Mittwoch nicht anders. Die positive Rechnung 2017 des Stromunternehmens passierte das Parlament zwar oppositionslos, doch die Antwort der Regierung auf eine Interpellation zur Energiestrategie des Kantons lockte Miturheber Conrad Wagner (Grüne, Stans) hinterm Zaun hervor.

Unter anderem warf er dem EWN vor, es habe kein Interesse an einer Solaranlage auf dem A 2-Dach in Stansstad gezeigt, «einzig, weil Solarenergie das Versorgungsproblem in Nidwalden nicht lösen kann.» Die Antwort befriedigte ihn auch nicht, weil die Aussagen der Regierung teils sehr vage seien, etwa zu den im Hinblick auf die Energiestrategie erwähnten Zusatzdienstleistungen, um Kunden anzubinden. Oder zur Effizienz von Energieanlagen, an denen das EWN beteiligt ist. Schliesslich hatte Wagner ein kantonales Energieleitbild vermisst, das schon länger in der Schublade sei.

Der Regierungsrat hielt bereits in seiner schriftlichen Antwort fest, dass er das Energieleitbild nach den Sommerferien verabschieden will. Und im Landrat doppelte Energiedirektor Ueli Amstad nach: «Der Terminplan stand schon länger. Wir wollten das Resultat der eidgenössischen Volksabstimmung zur Energiestrategie 2050 abwarten.» Zum Solarprojekt auf dem Autobahndach hielt er fest, dass man sich sehr wohl «ins Zeug gelegt hat», doch immer wieder vertröstet worden sei. «Im Endeffekt konnte ich den Kontakt zum Unternehmer herstellen, der es nun realisiert hat. Es ist ja grundsätzlich positiv, wenn die Eigenverantwortung hochgehalten wird.» Eine Lanze fürs EWN brach auch Ruedi Waser (FDP, Stansstad): «Im Gesetz ist verankert, dass jeder Energieträger mittelfristig mindestens Eigenwirtschaftlichkeit erreichen muss.» Dies sei bei den derzeitigen Strompreisen eine Herausforderung. «Das Ganze ist nicht so einfach, wie immer gemutmasst wird.» (om)

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