NIDWALDEN: Landrat pocht auf Umfahrungsstrasse für Stans

Westlich von Stans soll umgehend eine Umfahrungsstrasse geplant und realisiert werden. Der Landrat hat am Mittwoch eine entsprechende Motion gegen den Willen der Regierung klar überwiesen.

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Soll ausgebaut werden: Landstrasse Alderried in Stans. (Bild Corinne Glanzmann)

Soll ausgebaut werden: Landstrasse Alderried in Stans. (Bild Corinne Glanzmann)

Die Motion von Markus Walker (SVP) wurde mit 28 gegen 16 Stimmen gutgeheissen. Sie verlangt, dass der Kanton die bestehende Müller-Martini-Strasse zwischen Ennetmoos und dem Autobahnanschluss Stans Nord auf einer Länge von rund 1,9 Kilometern ausbaut.

Stans und die Umgebung würden zu Pendlerzeiten massiv unter dem Verkehrsaufkommen leiden, sagte Motionär Markus Walker. Der Ausbau entlaste das Dorf und erhöhe die Sicherheit, ohne eine zusätzliche Strasse bauen zu müssen.

Seit 45 Jahren werde über eine Umfahrung diskutiert, sagte Josef Bucher (CVP). Eine Entlastung der Gemeinde lasse nicht mehr länger auf sich warten.

Baudirektor Hans Wicki (FDP) hingegen plädierte dafür, mit einem Entscheid für eine Umfahrung zuwarten, bis die Gemeinde Stans Grundlagen für die Entwicklung wie Siedlungsleitbild und Verkehrskonzept erarbeitet habe. Danach solle falls nötig eine darauf abgestimmte Strasse realisiert werden.

Liliane Lauterburg (FDP) hatte grosse Bedenken, dass mit dem Projekt nicht die optimalste Lösung gebaut werde sondern nur jene, die am einfachsten zu realisieren sei. Sie warnte davor, dass Probleme etwa rund um das Einkaufszentrum Länderpark nicht berücksichtigt würden.

Der Vorstoss für einen Ausbau Müller-Martini-Strasse würde ein breites Variantenstudium verhindern, sagte Susi Ettlin Wicki (SP/Grüne). Ein solches Vorgehen ohne Einbindung der Stanser Bevölkerung sei fragwürdig.

(sda)