Nidwalden
Landrat sieht einmalige Gelegenheit zur Abklärung der Verkehrssituation in Stans

Der Beckenrieder Landrat Pierre Nemitz fragt bei der Regierung nach, ob während der Sperrung der Zentralbahn der Einfluss der Barrieren auf den Verkehrsfluss im Hauptort überprüft werde.

Martin Uebelhart
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Der Bahnübergang beim Karliplatz in Stans.

Der Bahnübergang beim Karliplatz in Stans.

Bild: Archiv Nidwaldner Zeitung

In einem einfachen Auskunftsbegehren möchte der parteilose Beckenrieder Landrat Pierre Nemitz vom Regierungsrat wissen, ob er während der aktuellen Sperrung der Zentralbahn eine Studie über die Auswirkungen dieser Verkehrssituation in und um Stans in Auftrag gegeben habe. Über die Verkehrsbelastung, vorwiegend im Zentrum des Hauptortes, sei schon viel debattiert worden und man habe auch schon experimentiert. Er habe sich in Landratsdebatten schon öfter zu Wort gemeldet mit der Vision «barrierefreies Stans», schreibt Nemitz weiter zu seinem Vorstoss. Jetzt ergebe sich «eine einmalige Gelegenheit, zu prüfen, ob die Barrieren – namentlich jene am Karliplatz und bei der Bahnhofstrasse – Hauptursache für die neuralgischen Verkehrsüberlastungen» seien.

Er sei sich bewusst, dass es repräsentativer wäre, diese Abklärungen durchzuführen, wenn sich die Wirtschaft nicht in einem Teil-Lockdown befinde, so Nemitz. Doch könne man dies auch hochrechnen, zeigt er sich überzeugt.

Ist Hochbahn eine Alternative?

Sollte der Regierungsrat keine derartige Studie in Auftrag gegeben haben, interessiert er sich für die Gründe. Eine angestrebte Tieferlegung der Zentralbahn in Stans sei ein Projekt, das Jahrzehnte in Anspruch nehme. Pierre Nemitz fragt daher auch noch, ob sich die Regierung angesichts dieser Tatsache mit dem Projekt einer Hochbahn als Alternative beschäftige.

Der Regierungsrat wird den Vorstoss an der Landratssitzung vom kommenden Mittwoch beantworten.